Kostenfallen im Internet – Verbraucherzentrale nennt bisher ungeschorene schwarze Schafe

Schwarzes Schaf

Die Downloads, IQ-Tests, SMS, Hausaufgabenhilfen und viele andere Angebote, die erst einmal anscheinend gratis sind und deren Anbieter dann doch noch eine Preisangabe machen, meist auf der letzten Seite und ganz klein gedruckt, sind zahlreich. Oftmals sind es die jüngeren Internet-Nutzer, die auf diese Angebote hereinfallen. Sie lassen sich von Werbeaussagen wie „ jetzt kostenlos anmelden„ locken, geben ihre Kontaktdaten ein und merken nicht, dass sie im Begriff sind, eine kostenpflichtige Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Wenig später flattert dann eine Rechnung ins Haus und oft wird erst dann die Kostenpflichtigkeit erkannt. Die Aussage der Anschreiben ist eigentlich immer die selbe: der (meist minderjährige) Internetnutzer habe einen Vertrag abgeschlossen und müsse nun zahlen, wenn er ein Inkassoverfahren vermeiden wolle. Dass ein Vertrag unwirksam ist, wenn die Eltern des Minderjährigen nicht ihr Einverständnis erteilt haben, wissen viele nicht und bekommen Angst vor möglichen Konsequenzen.

Die Verbraucherzentralen raten in solchen Fällen, nicht auf die Forderung der Betreiber solcher dubiosen Internetseiten einzugehen. Es ist kein Fall bekannt, in dem der Anbieter vor Gericht versucht hat, seine Forderung erfüllen zu lassen. Die Verbraucherzentralen gehen gegen Anbieter mit diesen dubiosen Geschäftspraktiken vor, in vielen Fällen ist es den Verbraucherzentralen bereits gelungen, notfalls auch per Gerichtsverfahren die Einstellung der Angebote zu erwirken. Manchmal haben die Verbraucherzentralen aber keine Möglichkeit, rechtlich gegen die Betreiber vorzugehen. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat auf seiner Internet-Seite eine Übersicht hinterlegt, auf der dubiose Internetseiten namentlich genannt werden, deren Betreiber aber noch nicht belangt werden konnten. In dem Überblick wird der Name der Webseite und die Vorgehensweise sowie der Name des Betreibers aufgeführt sind. Auch welche Maßnahmen die Verbraucherzentralen ergriffen haben, um den schwarzen Schafen das Handwerk zu legen, ist dort zu lesen. Diese Liste der Kostenfallen im Internet verdeutlicht den Einfallsreichtum der unseriösen Anbieter und ist eine gute Informationsquelle für Internetnutzer, die gar nicht erst in eine Kostenfalle tappen möchten. Die Übersicht ist durchaus ausführlich, erhebt aber selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auch deshalb sollten Internetnutzer immer mit offenen Augen und wachem Verstand durch das Internet surfen, vor allem wenn es um die Eingabe persönlicher Daten geht.

Weitere Informationen

Sicherheit im Internet

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


eins × eins =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Kleinanzeigenportal – Polizei warnt vor angeblichen PayPal-Zahlungen

Kleinanzeigenportal

Polizei warnt vor angeblichen PayPal-Zahlungen

Aktuell warnt die Polizei Niedersachsen vor einer Internetbetrugsmasche, die bereits seit längerer Zeit bekannt ist. Die Betrüger täuschen bei einem Kleinanzeigenportal gefälschte PayPal-Bezahlungen vor. Das Geld wird bei dem betroffenen Verkäufer jedoch nie auf dem Konto eingehen. […]

Home-Router im Test – erhebliche Sicherheitsmängel bei vielen Geräten

Home-Router im Test

Erhebliche Sicherheitsmängel bei vielen Geräten

Sicherheitsforscher des Frauenhofer-Instituts haben 127 Home-Router unter die Lupe genommen und auf verschiedene Sicherheitsaspekte geprüft. Keines der getesteten Geräte war frei von Schwachstellen. Im Gegenteil: einige Router weisen sogar erhebliche Sicherheitsmängel auf. […]

Digitalisierung – Tiefgreifende Veränderung im Unterricht ist notwendig

Digitalisierung

Tiefgreifende Veränderung im Unterricht ist notwendig

Während der Corona-Krise hat sich erneut deutlich gezeigt, dass die Digitalisierung an Schulen in Deutschland nicht ausreichend ist. Neben der Bereitstellung von Hard- und Software, werden ebenfalls ein guter technischer Support sowie Weiterbildungen für die Lehrkräfte benötigt. […]

Adobe Flash Player – Software zerstört sich am 31. Dezember 2020 selbst

Adobe Flash Player

Software zerstört sich am 31. Dezember 2020 selbst

Vor drei Jahren wurde das Ende des Adobe Flash Players angekündigt. Am 31. Dezember dieses Jahres ist nun endgültig Schluss. Ab dem Jahr 2021 kann die Software nicht mehr verwendet werden. Die Entwickler empfehlen Nutzern den Flash Player bereits vor diesem Datum rückstandlos zu deinstallieren. […]