Das Handysolarium – UV-F-Strahlen vom Handydisplay für einen Bräunungseffekt

Smilie

In den Werbeblöcken diverser Fernsehsender ist derzeit immer wieder ein Werbespot eines Anbieters für Handysoftware zu sehen. Insbesondere auf die jüngeren Verbraucher ausgerichtet werden in diesem Spot Handyapplikationen jeglicher Art beworben. In dem Werbespot schickte der Provider auch eine Werbebotschaft auf den Weg, die unter den jugendlichen Handynutzern für Furore sorgt.

Zur besten Sendezeit preist der Anbieter sein `Handysolarium´ an und verspricht eine gleichmässige Bräune für jene, die sich die kleine Software auf das Handy laden und sich dann den `UVF-Strahlen´ ihres Handydisplays aussetzen. Toll, mag sich so mancher Teenager und auch einige andere denken, damit kann ich mir den Monatsbeitrag für das Solarium sparen. Und tatsächlich, von einem imaginären Sonnenbrand ist in Nutzerberichten die Rede.

Doch der aufmerksame Zuschauer sieht, was andere anscheinend überlesen haben. Ein wenig dezenter weist das Wort `Fun-Applikation´ darauf hin, dass dieses Produkt nicht ganz so ernst zu nehmen ist. Dieser behutsame Hinweis scheint zu genügen, um Zweifler in ihrer Vermutung zu bestätigen aber nicht, um anfällige Teenager von dem Kauf der Software abzuhalten, von der sie ernsthaft einen Bräunungseffekt erwarten.

Es ist schon erstaunlich, mit welchen kreativen Produkten manche Unternehmen ihren Umsatz steigern möchten. Noch erstaunlicher ist, dass es ihnen damit gelingt. Dass ein gewöhnliches Handydisplay keine UV-Strahlung aussenden kann, ob mit oder ohne Handy-Solarium-Software, steht fest. Auch, dass es UV-A, UV-B, UV-C-Strahlung, aber definitiv keine UV-F-Strahlung gibt. Einigen Kunden des Anbieters scheint das nicht klar zu sein. Es ist nötig, sie aufzuklären.

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