Die eMail bei Gericht – Online Unterlagen einreichen und Akten einsehen

Email

Das Internet bietet viele Anwendungsmöglichkeiten, die ständig erweitert werden und zu denen neue hinzu kommen. Sie machen das Leben bequemer, abwechslungsreicher und ergänzen gewohnte Handlungsformen oder lösen sie sogar völlig ab. Die beliebteste aller Internet-Anwendungen, die eMail, macht dem klassischen Brief Konkurrenz. Auf ihrem Weg in die Zukunft hat sie jetzt auch Einzug in den Rechtsverkehr gehalten. In einem Pilotprojekt wurde bereits Anfang des letzten Jahres die eMail als vollwertiges Kommunikationsmittel für den Rechtsverkehr eingeführt. Nun können Verfahrensbeteiligte ihre Unterlagen bundesweit erstmals an ein Verwaltungsgericht der 1. Instanz auch auf elektronischem Wege schicken.

Um Beteiligten in einem gerichtlichen Verfahren die umfassende elektronische Kommunikation und Information zu ermöglichen und um den Informationsfluss schneller und effektiver zu gestalten, wurden ein zentrales eMail-Postfach eingerichtet und elektronische Akten angelegt. So kann bei dem Verwaltungsgericht Koblenz seit Anfang des Jahres nun auch per eMail zum Beispiel Klage erhoben oder Schriftsätze samt Anlagen eingereicht werden. Das Gericht ist gleichfalls in der Lage, Unterlagen an die Verfahrensbeteiligten zu übermitteln. Eine Einsicht in die Verfahrensakten ist ebenfalls rund um die Uhr möglich.

Um Sicherheit bei der Übertragung der Akten zu gewährleisten, werden die eMails verschlüsselt und mit einer elektronischen Signatur versehen. Dadurch lässt sich erkennen, von wem die elektronische Post stammt. Die Sicherheitsmaßnahmen gewährleisten außerdem, dass die Dokumente von den Verfahrensbeteiligten und von dem Gericht vollständig und unverfälscht übermittelt werden.

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