Das Aussterben der Telefonzellen – Basistelefone sollen Münzfernsprecher ersetzen

Basistelefon

Seit fast jeder Einwohner Deutschlands mindestens ein Handy besitzt, sind sie vom Aussterben bedroht, die Telefonzellen. Die kleinen Häuschen, die vielfach demoliert und mit manchmal herausgerissenen Telefonhörern zum Straßenbild gehörten, werden überflüssig. Für den hauptsächlichen Aufsteller, die Deutsche Telekom, rentieren sie sich nicht mehr, der Umsatz ist zu gering, die Instandhaltungskosten zu hoch. In den letzten Jahren schlug die letzte Stunde vieler der öffentlichen Münzfernsprecher, sie wurden ersatzlos abgebaut. Nun sollen nochmals 20.000 Telefonzellen von der Bildfläche verschwinden, statt dessen möchte die Deutsche Telekom sogenannte Basistelefone aufstellen. Von der Bundesnetzagentur sind sie nach zwei Jahren Pilotprojekt als vollwertige öffentliche Fernsprecheinrichtung anerkannt, ein wirklicher Ersatz für die Telefonhäuschen sind sie jedoch nicht.

Einfaches Basistelefon

Das Basistelefon von T-Com ist die spartanische Variante der öffentlichen Telefonzelle und kostet die Deutsche Telekom nicht 7500,- € sondern nur 500,- € pro Stück. Es verfügt über keine Beleuchtung, keinen Wetterschutz und keinen Geldschlitz oder Karteneinschub. Im Rahmen des Pilotprojekts wurden bereits 15.000 der Basistelefone aufgestellt. Möchte man damit telefonieren, kann dies auf vier Arten geschehen, aber immer nur völlig bargeldlos und auch die Telefonkarten mit Chip haben bei dem Basistelefon ausgedient.

Funktionstasten verwenden

Soll ein übliches Telefonat geführt werden, muss der Nutzer eine der drei Funktionstasten drücken, die mit dem „T„. Dann kann er entweder über eine CallingCard oder eine Kreditkarte (Mastercard, Visa) telefonieren, indem er seine Kundennummer eingibt. Auch R-Gespräche, also Anrufe, bei denen der Angerufene zahlt, können so geführt werden (Vorsicht, Kostenfalle!). Eine andere Möglichkeit eröffnet sich mit der Taste „0800„, damit können kostenfrei 0800-Rufnummern angewählt werden. Und wenn es mal brennt, kann über die Taste „SOS„ kostenlos eine Verbindung zu einer Notrufzentrale hergestellt werden.

Wie auch mit anderen öffentlichen Fernsprecheinrichtungen der T-Com kostet ein Stadtgespräch mit dem öffentlichen Telefon 20 Cent, ein Ferngespräch 30 Cent pro Minute. Telefonate in das Ausland schlagen mit einem Preis zwischen 60 Cent und 2,60 € pro Minute zu Buche. Hinzu kommt eine Art „Verbindungsgebühr„. Die beträgt bei der Zahlung mit einer Geldkarte 10 Cent und bei Verwendung einer Kreditkarte 1,- €.

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