klaßen.de und Co. – Startschuss für Domains mit Eszett

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Von Beginn an sind Internetnutzer es gewohnt gewesen, Internetadressen nicht mit Umlauten oder ähnlichen speziellen Buchstaben des deutschen Alphabets zu schreiben. Mit der Zeit hat sich das jedoch geändert. Der neue Standard IDN, das steht für Internationalized Domain Name, sorgte dafür, dass internationale Domains mit länderspezifischen Eigenheiten erhältlich sind.

Bereits am 01. März des Jahres 2004 bot die DENIC, die zentrale Registrierungsstelle für deutsche Domains, die Registrierung von de-Domains mit Umlauten an. (telespiegel-News vom 02.03.2004) Dadurch konnte auch ein Rüdiger Möller eine Domain mit seinem unverfälschten Namen erhalten und musste nicht mehr auf ruediger-moeller.de zurückgreifen.

Nun wird auch das Eszett (ß) in die deutschen Internetdomains eingeführt. Dadurch kann ebenfalls ein Klaus Klaßen seine unverfälschte Domain klaus-klaßen.de bekommen, statt weiterhin klaus-klassen.de nutzen zu müssen. Betroffenen Domaininhabern, wie in diesem Beispiel Klaus Klaßen, ermöglicht die DENIC noch bis zum 16. November 2010 ihre Domain in dem neuen Schreibstil vorrangig bei ihrem Provider zu registrieren. Danach fällt der Startschuss für alle anderen Interessenten.

Völlig unproblematisch ist die Ausweitung der möglichen Internetadressen auf den Buchstaben Eszett nicht. Ebenso wie bestimmte Buchstaben ausschließlich in vielen anderen Sprachräumen genutzt werden, verhält es sich mit dem „ß„. Es ist auf den meisten internationalen Tastaturen schlicht nicht vorhanden. Das kann bei einer erwünschten Seitenaufruf von außerhalb des deutschen Sprachraumes für Probleme sorgen. Aus diesem Grund halten Kritiker den neuen Standard IDN für keine gute Idee. Einem Klaus Klaßen, der vielleicht nur seine Urlaubsbilder auf einer Domain mit seinem Namen veröffentlichen will, ist das aber vermutlich egal.

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