Hintertür in D-Link-Routern – Sicherheitslücke betrifft zahlreiche Geräte

Der Hacker Craig Heffner hat eine Sicherheitslücke in Routern des Herstellers D-Link gefunden. Das Hintertürchen lässt sich einfach durch den Austausch der verwendeten Browserkennung öffnen. Liest man diese Zeichenfolge von hinten nach vorne, lässt sich auf den verantwortlichen Programmierer schließen, der diese Hintertür offensichtlich absichtlich in die Firmware der D-Link-Router einbaute. Wenn sich der Angreifer per Kabel oder WLAN in dem selben Netz wie der Router befindet, ist es ihm durch den Austausch der Browserkennung möglich, die Passwortabfrage zu umgehen und Zugang zu dem Konfigurationsmenü des Routers zu erhalten. Es ist denkbar, dass der Hersteller D-Link diese Hintertür eingebaut hat, um an den Geräten Serviceeinstellungen aus der Ferne vornehmen zu können.

D-Link hat inzwischen bestätigt, dass es die Sicherheitslücke gibt. Craig Heffner hatte vor einer Lücke in den D-Link-Modellen DIR-100, DI-524, DI-524UP, DI-604S, DI-604UP, DI-604+, TM-G5240 und den Planex-Routern BRL-04UR sowie BRL-04CW gewarnt. Laut dem Hersteller sind aber die Modelle DIR-615, DI-524, DI-524/DE, und das Revisionsmodell D des Routers DIR-100 nicht betroffen. Die übrigen genannten Geräte seien von der Sicherheitslücke betroffen, aber entweder nie in Deutschland, Österreich und in der Schweiz vertrieben worden (DI-604S, DI-604UP, DIR-604+, TM-G5240) oder seit langem nicht mehr in Deutschland, Österreich und in der Schweiz vertrieben worden (DIR-100 Revision A, DI-524UP). Für letztere arbeite man an einer Möglichkeit, die Lücke zu schliessen. Anfang November sollen Firmware-Updates zur Verfügung stehen. Bis dahin sollten Nutzer eine eventuell aktivierte Remote Management Funktion deaktivieren. Es ist allerdings möglich, dass weitere Modelle betroffen sind.

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