Shazam – Apple kauft das Unternehmen hinter der Musik-App

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Bereits letzte Woche gab es Gerüchte, nach denen Apple das Unternehmen Shazam kaufen will. Das Technologie-Magazin Techcrunch wollte von einem Kaufpreis von ca. 400 Millionen Dollar wissen. Inzwischen ist der Deal bestätigt. Apple übernimmt Shazam. Detaillierte Einzelheiten sind bisher jedoch noch nicht bekannt.

Apple holt sich ein „teures Musikschnäppchen“

Für Apple ist es der teuerste Zukauf eines Unternehmens seit drei Jahren. Damals übernahm der Konzern den Kopfhörerhersteller Beats für satte drei Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund des derzeit im Raum stehenden Preises ist Shazam im Vergleich ein Schnäppchen. Das gilt umso mehr, als dass das Unternehmen vor zwei Jahren im Rahmen einer Finanzierungskampagne noch auf eine Milliarde Dollar geschätzt wurde.

Dennoch sind 400 Millionen Euro viel Geld für eine App, die bisher nur wenig Ertrag eingebracht hat. Denn Shazam gilt als Top-App für Musik, hat aber mit 54 Millionen Dollar Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr einen vergleichsweise geringen Monetarisierungsgrad erreicht.

Gründe für den Kauf von Shazam

Doch Apple hat ein Auge auf zwei andere Details geworfen. Zum einen ist Shazam bei den Musik-Apps einer der Marktführer. Das zeigt sich an Downloadzahlen, die inzwischen bei weit über einer Milliarde liegen. Zum anderen verfügt Shazam über eine Technologie, die Apples Position am Markt stärken dürfte: eine sehr gute Musikerkennung. Schon jetzt nutzt Siri die App, um Songs mitzuhören und einem Titel in der Datenbank zuzuordnen. Musikhörer finden so schnell zu gerade laufender Musik Titel und Interpret. Was der Apple-Nutzer als Erfolg seines iPhones verbucht, erledigt im Hintergrund in Wahrheit Shazam als bereits implementierter Bestandteil von Siri.

Mit der Musikerkennung stärkt Apple seine Musiksparte, die nach Spotify weltweit die Nummer zwei der Streamingdienste ist. In Kombination mit der akquirierten App könnte der Konzern seine Kompetenz zum Ausbau eines Angebotes für Musikliebhaber nutzen und dabei weitere Funktionen hinzufügen. Fließen noch die Entwicklung der Sprachassistenten in die Betrachtung ein, entsteht ein Know-how, das zumindest bei Musik zu den derzeit besten Angeboten gehören dürfte. Vor diesem Hintergrund sind die 400 Millionen ein Schnäppchen, das sich für Apple langfristig mehr als lohnen könnte.

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