Smartphone-Prozessor – Huawei setzt auf künstliche Intelligenz

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Im Rahmen der IFA in Berlin hat der chinesische Technikhersteller Huawei einen neuen, leistungsstarken Prozessor für Smartphones vorgestellt. Dieser trägt die Bezeichnung Kirin 970 und wird mehr als nur ein starker Motor für die Huawei-Handys sein. Denn erstmals setzt das Unternehmen auf einen Chip, der eine Recheneinheit für künstliche Intelligenz beinhaltet. Nach Meinung von Huawei könnte sich damit die Smartphone-Nutzung revolutionieren.

Wie schnell ist Kirin 970?

Bei der GHz-Leistung hat Huawei noch einmal eine – allerdings kleine – Schippe drauflegen können. Der Vorgänger Kirin 960 erreichte 2,36 GHz, Kirin 970 soll 2,4 GHz schaffen. Dazu steht ein Chip zur Verfügung, der mit 10 nm gefertigt ist und acht Rechenkerne steuert. Diese bestehen aus einem Quadcore-Cluster sowie einen Cortex A53 mit wiederum vier Kernen, die eine Leistung von 1,8 GHz erbringen. Zusätzlich beinhaltet der Kirin 970 einen Grafikchipsatz, der mit zwölf Kernen läuft sowie ein LTE-Modul, das Übertragungen bis zu 1,2 GBit/s leisten soll.

Das Mate 10 wird das erste Smartphone von Huawei sein, das mit dem neuen Top-Prozessor ausgestattet ist. Dieses stellt das Unternehmen jedoch erst Mitte Oktober 2017 vor, sodass echte Benchmark-Tests erst später möglich sind.

Kirin 970: künstliche Intelligenz für neue Smartphone-Berechnungen

Der eigentliche Entwicklungsschritt steckt jedoch in der Recheneinheit für künstliche Intelligenz, den Huawei in dem Kirin 970 verbaut. Mit diesem Prozessor sind völlig neue Funktionen und Berechnungen möglich. So greift der Chip nicht mehr auf die Cloud zurück, sondern alle Rechenleistungen bleiben auf dem Gerät. Das ist nicht nur stabiler und unabhängig vom Netz, sondern deutlich schneller. So demonstrierte Huawei, wie der Prozessor durch die künstliche Intelligenz in nur sechs Sekunden Bilder erkannte und einem Begriff zuordnete. Zuvor hatte dies noch zwei Minuten gedauert.

Diese intelligente Schnittstelle weckt nicht nur Begehrlichkeiten bei anderen Unternehmen, sie ist genau dafür geschaffen. Denn Huawei möchte den Prozessor als offenes System anderen Entwicklern anbieten. So soll der Brückenschlag zu anderen künstlichen Intelligenzen geschaffen werden wie zum Beispiel zu den Sprachassistenten Alexa, Cortana und Siri. Welche Möglichkeiten daraus entstehen, werden Smartphone-Nutzer voraussichtlich erst in einigen Jahren wirklich erkennen können. Für die Entwicklung von intelligenten und smarten Funktionen auf dem Smartphone könnte Kirin 970 jedoch noch einmal ein riesiger Sprung sein.

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