Mobiles Bezahlen – Apple Pay ist da

Apple Pay

Heute ist Apple Pay in Deutschland gestartet. Nutzer eines iPhones, aber auch eines iPads oder der Apple Watch können ab sofort mobil bezahlen. Damit zieht das Unternehmen nach, denn bereits seit einigen Wochen ist Google Pay in Deutschland verfügbar, seit Oktober sogar mit Paypal. Zusätzlich bieten auch andere Zahlungsdienstleister wie Wirecard, die Sparkassen und die Volks- und Raiffeisenbanken das mobile Bezahlen per App an.

Wie funktioniert Apple Pay?

Apple Pay funktioniert wie Google Pay und andere Konkurrenzprodukte unter drei Voraussetzungen:

  1. Der Käufer hat ein geeignetes NFC-Gerät bereit,
  2. darauf sind Zahlungsmittel seiner Bank hinterlegt und
  3. der Händler bietet das Bezahlen per NFC-Schnittstelle an.

NFC (Near Field Communication) ist eine Niedrigfrequenzverbindung, die beim Bezahlen zwischen Gerät und Terminal aufgebaut wird. In der Praxis ist das Bezahlen mehr als einfach: Der Käufer kommt an die Kasse, legt sein iPhone an den Terminal, bestätigt ggf. die Eingabe und hat bezahlt. Die Datenübertragung gilt als sicher. Apple beteuert zum Beispiel, dass keinerlei Daten in der Cloud, auf Apple-Servern oder auf dem Gerät gespeichert werden. Experten halten das mobile Bezahlen per NFC-Schnittstelle ebenfalls für sicher. Allerdings bleibt ein Restrisiko, da die Verbindung theoretisch gehackt werden kann und die Daten umgeleitet werden könnten. Auch bei Verlust des Gerätes kann ein Schaden durch unehrliche Finder entstehen. Es ist daher dringend eine Displaysperre zur Absicherung des Gerätes zu empfehlen.

Apple Pay: Welche Banken und Geschäfte machen mit?

Das mobile Bezahlen steht und fällt mit den Anbietern. Apple hat zum Start bereits zwölf Banken bzw. Zahlungsanbieter mit ins Boot geholt: American Express, boon, bunq, comdirect, Deutsche Bank, fidor, Hanseatic, HypoVereinsbank/UniCredit, Mastercarc/Maestro, N26, O2 Banking, Ticket Restaurant Edenred, VIMpay und VISA. Im kommenden Jahr werden weitere folgen. Darunter ING, BMP Paribas/Consors, DKB und FleetMoney. Ebenfalls sind bereits sehr viele Geschäfte mit NFC-Terminals ausgestattet. Darunter Aldi, Aral, Burger King, C&A, Conrad, DM, Jet, Kaufhof, Kaufland, Lidl, Netto, Real, Rossmann, Saturn, Shell und Tchibo. Auch eher kuriose Anbieter wie die Toilettenkette Sanifair oder das Inkassounternehmen EOS sind dabei.

Vergessene Alternative: Kreditkarte oder Bankkarte mit NFC-Chip

Apple Pay ist wie Google ein schneller Weg zum Bezahlen. Der eigentliche Vorteil liegt bei diesen Diensten nur darin, mehrere Zahlungsmittel verwalten zu können. Andere Anbieter wie die Sparkassen oder die Volksbanken kommen ohne eine App eines Drittanbieters aus, ohne dabei Komfort vermissen zu lassen. Viele Nutzer vergessen außerdem, dass gar kein Smartphone für das Bezahlen per NFC-Schnittstelle erforderlich ist. Denn viele Bank- und Kreditkarten sind inzwischen mit einem NFC-Chip ausgestattet. Dann reicht das Heranhalten der Karte an den Terminal. Bei größeren Beträgen ist ggf. eine Bestätigung per PIN erforderlich.

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