Google Pay – kontaktloses Bezahlen per Smartphone startet

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Als 19. Land ist in der Bundesrepublik ab sofort das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone über Google Play möglich. Der Internetriese hat heute sein neues Bezahlsystem vorgestellt. Dieses löst Android Pay und Google Wallet ab. Zukünftig können Android-Nutzer mit Google Pay über eine NFC-Schnittstelle in ausgewählten Geschäften und Shops bargeldlos per Handy bezahlen. Allerdings gibt es zum Start des Angebotes einige Kritikpunkte. Denn Nutzer müssen eine Kreditkarte einer der wenigen dem System angeschlossenen Banken hinterlegen.

Google macht Dampf: Smartphone als Zahlungsmittel im Alltag

Der Start von Google Pay in Deutschland war lange erwartet. In anderen Staaten funktioniert das System bereits reibungslos und kann Kooperationspartner wie Paypal vorweisen. Das wird in Deutschland jedoch vorerst nicht der Fall sein. Denn hier müssen Nutzer der App eine Kreditkarte wie Mastercard, Visa oder boon hinterlegen. Allerdings reicht dies nicht aus. Denn die passende Kreditkarte muss außerdem von einer kooperierenden Bank herausgegeben sein. Das sind zum Start von Google Pay die Commerzbank und Comdirect sowie Wirecard und N26. Es unterstützen nicht alle Kreditinstitute die gleichen Kreditkarten.

Die Kreditkarte muss in der App hinterlegt sein. Kombinierbar ist Google Pay außerdem mit Kunden- und Bonuskarten ausgewählter Geschäfte. Die Einkaufsgelegenheiten sind bereits zahlreich vorhanden. Dazu zählen unter anderem Filialen oder Shops von Aldi Süd, Penny, Rewe, Karstadt, Rossmann, Kaufhof, Lidl, McDonalds, Media Markt/Saturn, Esso, Deliveroo, Adidas und Ryanair. Sowohl die Zahl der Unternehmen als auch die der teilnehmenden Banken wird sehr wahrscheinlich kurzfristig wachsen. Ausführliche Listen und zusätzliche Informationen zur Bedienung bietet Google auf einer Support-Seite.

Technisch: Wie funktioniert Google Pay?

Um Google Pay zu nutzen, muss der Kunde über ein Smartphone mit NFC-Schnittstelle verfügen, die App installiert und die Kreditkarte hinterlegt haben. Teilnehmende Filialen erkennen die Nutzer am NFC-Symbol am Eingang. Kommt der Kunde zur Kasse, bestätigt er den Rechnungsbetrag, indem er das Smartphone einfach an den Kassenterminal hält. Die Übertragung erfolgt über die Near Field Communication (Nahfeldkommunikation), die ähnlich wie Bluetooth funktioniert. Es sind – zumindest bei Beträgen bis 25 Euro – weder eine Bestätigung noch ein entsperrtes Handy erforderlich. Dem Händler überträgt Google Pay eine jeweils neu generierte virtuelle Telefonnummer, keine Kontodaten. Über diese bucht der Händler bei der hinterlegten Kreditkarte den Betrag ab.

Ähnlich funktioniert der Kauf in Apps oder auf Webseiten. Hier sind andere Schritte wie zum Beispiel ein Scan eines QR-Codes erforderlich, jedoch ist das Bezahlen immer einfach, schnell und per Fingertipp erledigt. Nach Aussage von Google sind die übermittelten Daten verschlüsselt und somit sicher. Die fehlende Authentifizierung könnte jedoch zum Beispiel bei gestohlenen Smartphones zu Missbrauchsmöglichkeiten führen.

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