Paypal – Zahlen per Wimpernschlag

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Der Kunde rückt nicht nur bei Online-Shops, Suchmaschinen oder Werbetreibenden immer mehr in den Fokus. Auch Paypal sieht die Daten seiner Nutzer als äußerst wichtig an. Denn je mehr der Finanzdienstanbieter von seinen Kunden weiß, desto leichter sind sie zu identifizieren und desto leichter sind personalisierte Angebote. Eine völlig neue Denkrichtung hat Paypal dazu vorgestellt. Die Daten der Paypal-Nutzer sollen Grundlage werden, um Bezahlvorgänge und das gesamte Einkaufserlebnis weiter zu vereinfachen. Konkret spricht das Unternehmen von einer Verknüpfung mit Augmented-Reality-Anwendungen.

Augmented Reality und Paypal – worum geht es?

Paypal hat ein Patent erneuert. Dieses soll die Basis sein, Kauf- und Bezahlvorgänge zu vereinfachen. Im Prinzip geht es darum, dass Kunden zukünftig mit einer VR-Brille Produkte an sich ausprobieren und dann mit einem Fingertipp oder einem Wimpernschlag in den Einkaufswagen befördern können. Ebenfalls soll so das Bezahlen funktionieren. Wer zum Beispiel neue Schuhe sucht, kann in diese mit der VR-Brille virtuell hineinschlüpfen. Die Brille gaukelt dann vor, wie diese am Fuß sitzen und aussehen würden. Gefällt das Produkt dem Käufer, kann er es mit einer Geste über die Brille kaufen und bezahlen. Diese Verknüpfung von Realität und virtuellen Einblendungen nennt man Augmented Reality. Bekannt ist diese Kombination aus zwei Welten durch das Smartphone-Spiel Pokemon Go.

Paypal benötigt eine Grundlage: persönliche Daten

Damit dieser Kaufprozess funktioniert, sind jedoch Voraussetzungen zu erfüllen. So muss der Kunde nicht nur eine geeignete VR-Brille haben und auf ein Angebot stoßen, das entsprechende Funktionen bereitstellt. Vielmehr müssen der Shop und der Zahlungsabwickler zusätzlich verifizieren, um welchen Kunden es sich tatsächlich handelt. Denn der Kauf soll nicht durch eine umständliche Anmeldeprozedur behindert werden.

An dieser Stelle benötigt Paypal persönliche Daten seiner Kunden. Welche das sind, ist bislang nicht klar. Allerdings ist davon auszugehen, dass für die Bereitstellung eines solchen Angebotes sehr persönliche Daten erforderlich sind. Möglicherweise liefern unter anderem Iris-Scans über die Brille entsprechende Ergebnisse. Andere Alternativen sind, über Anwendungen mit Augmented Reality getätigte Einkäufe direkt an das Smartphone weiterzuleiten, wo der Kunde seinen Kauf dann bestätigen muss.

Paypal hat bisher kein entsprechendes Angebot entwickelt. Allerdings ist davon auszugehen, dass Augmented Reality nicht nur beim Zahlungsanbieter zukünftig stark an Bedeutung gewinnen wird. Das zeigen auch die Entwicklungen von Apps sowie Apples iPhone-Funktionen und VR-Ideen der letzten Jahre. Vieles ist noch spielerisch. Sobald ein Anbieter daraus ein funktionierendes kommerzielles System entwickelt, werden viele weitere nachziehen. Paypal hat in diesem Fall den Vorteil, als Zahlungsdienstleister keine Konkurrenz zu kommerziellen Angeboten zu sein. Ein Vorstoß könnte im Handel und bei ähnlichen Unternehmensbranchen auf Unterstützung stoßen. Die Nutzer können sich dann auf ein völlig neues Erlebnis beim Abschließen von Transaktionen freuen. Der Preis wird sehr wahrscheinlich ein weiterer Verlust der Kontrolle über eigene Daten sein. Diese werden noch stärker als bisher zum eigentlichen kommerziellen Schatz der Anbieter, ohne dass die Nutzer finanziell beteiligt sind.

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