Lebensretter im Ernstfall – „Gummienten“-WLAN sichert Kommunikation

Gummienten WLAN

Im Rahmen des Projektes „Project Owl“, das von dem US-amerikanischen IT- und Beratungsunternehmen International Business Machines Corporation (IBM) gefördert wird, ist es Forschern erstmals gelungen, ein WLAN-Netz aus wasserdichten „Gummienten“ zu erzeugen. Die kleinen wasserdichten Geräte erzeugen ein spezielles Netzwerk, das auch dann funktioniert, wenn die Infrastruktur stark beschädigt ist.

Drahtlose Kommunikation in Krisengebieten

Mit Hilfe der kleinen Geräte, deren Konstruktion an das wasserdichte Prinzip einer Gummiente angelehnt sind, soll es auch in Gebieten, die zum Beispiel stark von Naturkatastrophen betroffen sind, möglich sein, eine drahtlose Kommunikation aufrecht zu erhalten. Denn gerade in Krisengebieten, ist es oftmals lebensnotwendig, dass eine funktionierende Kommunikation gewährleistet ist. Im Fall einer Naturkatastrophe, sind häufig die Kommunikationsnetzwerke stark überlastet oder brechen vollständig zusammen. Die Folge hiervon ist nicht selten, dass Chaos ausbricht. Das „Gummienten“-WLAN ermöglicht auch in solchen Situationen eine durchgehende Kommunikation. Durch die Kommunikation kann die Koordination von Hilfe und Ressourcen gesichert werden. Aber auch Betroffenen ist es möglich, mit dem speziellen Netzwerk Angehörige zu kontaktieren. Die drahtlose Kommunikation ermöglicht es, Ordnung und Struktur in eine solche Ausnahmesituation zu bringen. In Puerto Rico wurde das „Gummienten“-WLAN bereits unter rauen Bedingungen getestet. Es sind weitere Tests in Houston geplant.

So funktioniert das „Clusterduck“-Netzwerk

In dem Projekt werden zahlreiche dieser kleinen Geräte verwendet, aus denen das so genannte „Clusterduck“-Netzwerk hergestellt wird. Sobald eine Naturkatastrophe eintritt, werden alle WLAN-fähigen Geräte im Umkreis des Netzwerkes automatisch kontaktiert. Das spezielle Netzwerk informiert die Nutzer ganz genau darüber, wie sie sich einloggen und das Netz nutzen können. Bisher erreicht das „Clusterduck“-Netzwerk jedoch lediglich eine Reichweite von einer Quadratmeile. Die Entwickler des „Project Owl“ sind allerdings davon überzeugt, dass eine Ausweitung auf den hundertfachen Umkreis möglich ist. Insbesondere Gebiete, die häufig von Naturkatastrophen heimgesucht werden, können von einem solchen Netzwerk profitieren, da dort das WLAN-Netz immer wieder ins Schwanken gerät. Im Ernstfall kann das „Gummienten“-WLAN eine Notfallverbindung erzeugen, über die auch Rettungskräfte einfach und schnell miteinander kommunizieren können.

Bildquelle: ibm.com

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