Supportende von Windows 7 – Ab 14. Januar 2020 keine Updates mehr

Windows 7

Am 14. Januar 2020 endet die offizielle Unterstützung von Windows 7 und Win Server 2008. Obwohl das Supportende bereits vor längerer Zeit von Windows bekannt gegeben wurde, sind zahlreiche Rechner noch mit dem bald veralteten Betriebssystem ausgestattet. Hiervon sind sowohl Rechner in Privathaushalten, in Unternehmen, in Schulen sowie in Behörden betroffen. IT-Sicherheitsexperten raten dringend zu einem Upgrade, um ein erhebliches Sicherheitsrisiko zu vermeiden.

Windows 7 wird nicht mehr unterstützt

Viele moderne Sicherheitsmerkmale können nachträglich nicht mehr auf ein altes System übertragen werden. Das Betriebssystem Windows XP, das es bereits seit 18 Jahren gibt und zu den beliebtesten Systemen überhaupt zählt, wird bereits seit 2014 nicht mehr mit Updates unterstützt. Ein Jahr bevor bei diesem System die Unterstützung eingestellt wurde, verwendeten noch rund 40 Prozent der Computer Windows XP. Windows 8 erhält seit 2016 keine Updates mehr. In wenigen Wochen wird es nun also auch für Windows 7 keine Sicherheitsupdates mehr geben, weshalb es sich ab diesem Zeitpunkt um ein veraltetes Betriebssystem handelt. Von 2009 bis 2018 war diese Generation das am meisten genutzte System, wie Zahlen des Marktforschungsunternehmens Netmarketshare zeigen. Obwohl die OS-Generation im Dezember letzten Jahres von Windows 10 überholt wurde, liegt der Marktanteil von Windows 7 immer noch bei rund 27 Prozent. Aus diesem Grund weisen viele Rechner und Server bald eine enorme Sicherheitslücke auf.

Unterstützung für Serversysteme endet ebenfalls

Das Aus von Windows 7 bedeutet gleichzeitig auch, dass die Unterstützung für die Serversysteme dieser OS-Generation eingestellt werden. So entfällt in wenigen Wochen auch der Support für die Windows Server 2008 und 2008 R2. Auch hier werden durch die ausbleibenden Updates Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen. Aus diesem Grund ist es notwendig nicht nur Rechner, sondern auch Server auf die nächste Generation zu bringen.

Warum stellen veraltete Betriebssysteme ein Sicherheitsrisiko dar?

Das russische Softwareunternehmen Kaspersky bezeichnet veraltete Betriebssysteme sogar als tickende Cyber-Zeitbombe. Denn durch das Ausbleiben von Sicherheitsupdates, bieten die veralteten Systeme eine große Angriffsfläche für Internetkriminelle. Sobald vom Hersteller keine Sicherheitsupdates mehr zur Verfügung gestellt werden, können die neuen Lücken nicht mehr geschlossen werden. Wie sicher ein Computer und dessen Netzwerk ist, hängt demnach immer davon ab, welches System verwendet wird.

Viele Unternehmen, Behörden und Schule nutzen veraltete Betriebssysteme

Allein in Berlin warten rund 57 000 Verwaltungsrechner auf ein Upgrade. Die veralteten Systeme auf Verwaltungsrechnern stellen ein enormes Sicherheitsrisiko dar. Hinzu kommt, dass rund 45,2 Prozent aller sehr kleinen Unternehmen und sogar 52,4 Prozent aller Mittelstands- und Großunternehmen ein Desktop-Betriebssystem verwenden, das veraltet ist oder bald nicht mehr unterstützt wird. Auch sehr viele Schulen hinken bezüglich der OS-Generation hinterher. Auf Schulrechnern werden jedoch zahlreiche personenbezogenen Daten von Schülern, Lehrern sowie Eltern aufbewahrt. „(…) ein veraltetes Betriebssystem schadet nicht nur dem betroffenen Rechner, sondern allen im Netzwerk angeschlossenen Systemen“, erklärt Patrycja Tulinska, Geschäftsführerin der PSW GROUP. „Idealerweise kümmern sich betroffene Schulen und Behörden ja spätestens in den Weihnachtsferien 2019 um den Umstieg auf Windows 10, um das neue Jahr sicher zu starten“, hofft Tulinska.

Was ist vor dem Upgrade auf Windows 10 zu beachten?

Vor dem Upgrade auf Windows 10 sollte vorsichtshalber eine Komplettsicherung des PCs erstellt werden. So sind die Daten gesichert, falls bei dem Upgrade etwas schiefgehen sollte. Für Privatanwender ist das Upgrade einfach, denn die meiste Arbeit wird von einem Migrations- und Installationsassistenten übernommen.

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