Schwachstelle in NetUSB-Kernel – Weltweit Millionen Router betroffen

Schwachstelle in NetUSB-Kernel – weltweit Millionen Router betroffen

Eine schwerwiegende Schwachstelle im sogenannten NetUSB-Kernel des Herstellers KCodes, wurde von Sicherheitsforschern von SentiLabs entdeckt. Die betroffene Gerätekomponente ist in zahlreichen beliebten Routern verbaut, weshalb weltweit mehrere Millionen Geräte von der Sicherheitslücke betroffen sind.

Wie können Cyberkriminelle die Schwachstelle ausnutzen?

Durch die massive Sicherheitslücke können sich Kriminelle einen Remote-Zugriff auf das Gerät verschaffen und anschließend Schadsoftware einschleusen und ausführen. Den Cyberkriminellen ist es somit möglich, das gesamte System der Betroffenen zu übernehmen. Datenklau und die Verschlüsselung von Daten können einen enormen Schaden anrichten. Laut den Sicherheitsforschern gibt es bislang aber keinen Hinweis darauf, dass die Schwachstelle bereits ausgenutzt wurde. Obwohl das Ausnutzen der Sicherheitslücke nach Angaben der Forscher nicht einfach ist, ist es dennoch nicht unmöglich. Betroffen sind die Router von folgenden Herstellern:

  • DLink
  • EDiMax
  • Netgear
  • Tenda
  • TP-Link
  • Western Digital

Zurückzuführen ist die massive Schwachstelle darauf, dass die Größenangabe, die vom Endgerät an den Treiber gesendet wird, ohne eine Überprüfung verwendet wird. Mit manipulierten Angaben können die Kriminellen daher einen Pufferüberlauf auslösen. Ein Pufferüberlauf kann wiederum die Beschädigung von Datenstrukturen verursachen. Hierdurch ist eine Überschreibung mit beliebigen Daten möglich.

Was sollten betroffene Verbraucher nun tun?

Die Sicherheitsforscher von SentiLabs entdeckten die Lücke bereits Anfang September letzten Jahres. Einige Zeit später, am 4. Oktober, wurde bereits ein Patch versendet. Dennoch haben bisher nicht alle Hersteller Firmware-Update bereitgestellt. Netgear bietet ein entsprechendes Update, welches die Schwachstelle auf den Modellen D7800, R6400v2 sowie R6700v3 schließt. Auch TP-Link hat für betroffene Geräte mittlerweile Firmware-Updates veröffentlicht. Wer einen Router von einem der anderen Hersteller besitzt, sollte in den nächsten Tagen und Wochen besonders wachsam sein und aufmerksam verfolgen, ob ein Update für das entsprechende Gerät angeboten wird. Steht ein Update bereit, sollte dieses umgehend installiert werden.

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