Kein 10 Cent-Tarif der Telekom – Regulierungsbehörde lehnte Antrag ab

Kein 10 Cent-Tarif der Telekom - Regulierungsbehörde lehnte Antrag ab

Für monatlich zusätzlich 4,22 € hätten Telefonkunden von T-Com den „10 Cent“-Optionstarif erhalten können. Durch die Nutzung dieser Zusatzoption hätte bei Inlandsverbindungen jede angefangene Telefonstunde im Festnetz 10 Cent gekostet. Doch die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (RegTP) lehnte gestern einen entsprechenden Antrag der Telekom ab.

Das monatliche Aufgeld in Höhe von 4,22 € würde laut der zuständigen Beschlusskammer nicht ausreichen, um die anfallenden Kosten zu decken. Der „10 Cent“-Tarif enthalte also unzulässige Abschläge. Er beeinträchtige deshalb die Wettbewerbsmöglichkeiten anderer Unternehmen in unzumutbarer Weise, denn die Wettbewerber können einen solchen Tarif aufgrund der Vorleistungen, die sie an die Telekom zahlen müssen, nicht nachbilden, erklärte die RegTP.

T-Com reagierte mit Unverständnis auf die Entscheidung der Regulierungsbehörde, verkündete aber, dass ein neuer Tarifantrag geplant sei. Das neue Tarifmodell enthalte die selben Eckpunkte: einen 60 Minuten-Takt und ein monatliches Grundentgelt, teilte T-Com mit.
Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. (VATM) äußerte sich positiv über die Antragsablehnung der RegTP. Die Wettbewerber befürchteten, dass Anbietern von Call-by-Call und Preselection bis hin zu Komplettanschlüssen bei City- und Regio-Carrierern die wirtschaftliche Grundlage entzogen worden wäre, berichtete der VATM.

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