Lycos Internet-by-Call – Möglicherweise erhebliche Preiserhöhung

Schwarzes Schaf

Der Vorteil an Internet-by-Call ist, dass der Nutzer sich den Preisänderungen des Marktes anpassen kann. Vor jeder Einwahl in das Internet kann er sich für den gerade günstigsten Tarif eines beliebigen Anbieters entscheiden. So ungebunden kann ohne monatliche Grundgebühr und zum kleinen Preis über den Telefonanschluss gesurft werden, bei Bedarf sogar nicht nur über den eigenen. Der Nachteil liegt auf der Hand, denn so einfach wie die Wahl des gerade günstigsten Tarif ist, sei leicht kann es eine böse Überraschung geben.

Denn der Internet-by-Call-Markt ist für seine großen Preisschwankungen bekannt. Ein Tarif, der heute Vormittag noch der günstigste war, ist morgen Vormittag vielleicht um das zehnfache teurer. Wenn der Kunde vor der Einwahl nicht sicherstellt, dass er wirklich zu dem vermuteten günstigen Preis surft, macht sich diese Unachtsamkeit auf seiner nächsten Telefonrechnung bemerkbar, über die die Internet Provider ihre Dienste abrechnen. Im Nachhinein gegen die hohen Preise vorgehen kann der Kunde nicht, schließlich ist für Internet-by-Call ohne Anmeldung grundlegend, dass Kunde und Anbieter einen Vertrag nur für die Zeit der Einwahl abschliessen. Da kein weiteres Vertragsverhältnis besteht, ist der Anbieter nicht verpflichtet (und oft auch gar nicht in der Lage), den Kunden per eMail über Preisänderungen zu informieren.

Vorsicht ist zur Zeit für eingefleischte Nutzer der Lycos Internet-by-Call Tarife geboten. Der komplette Bereich der Lycos Schmalbandtarife ist kürzlich von der PAIXAS GmbH gekauft worden. Das Unternehmen hat in den vergangenen Monaten bereits mehrere Internet-by-Call Marken übernommen, darunter 11net, Atollnet und MagicSpeed. In diesen Fällen war zu beobachten, dass die bestehenden Tarife aus der Vermarktung genommen und durch neue Tarife ersetzt wurden. Die Preise der alten Tarifen wurden dann auf teilweise bis zu 9,99 Cent pro Minute erhöht. Kunden, die diese alten Tarife zum Beispiel mit einer früher eingerichteten DFÜ-Verbindung nutzen, werden bei dem Blick auf ihre nächste Telefonrechnung vermutlich erschrecken. Es ist anzunehmen, dass auch die bisherigen Lycos-Tarife so gehandhabt werden. Eine diesbezügliche Angabe des Unternehmen steht jedoch noch aus.

Zu dem Schmalbandgeschäft von Lycos hat PAIXAS auch den Markennamen COMUNDO von Lycos übernommen. Die Lycos Schmalband, sowie die anderen in der Vergangenheit gekauften Marken wurden unter der von PAIXAS neu gegründeten Tochtergesellschaft COMUNDO INTERNET GMBH mit Sitz in Bielefeld zusammengefasst.

Update vom 01. Juni 2007:

Am 18.05. erklärte der Sprecher der Paixas GmbH, Herr Beforth, auf Anfrage des telespiegel zu den aktuellen Konditionen der ehemaligen Lycos Tarife, dass darüber noch kurzfristig entschieden werde.
Laut jetzt erfolgter Ankündigung auf der Webseite comundo werden die Alt-Tarife bereits seit dem 19. Mai zu erheblich höheren Konditionen abgerechnet. Jedoch sind diese Information erst seit dem 29.05.2007 auf der genannten Webseite verfügbar.

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Internet-by-Call – Preisänderungen

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