Musikvideos auf YouTube – GEMA bricht Verhandlungen ab und fordert Löschung

Machtkampf

Die Verwertungsgesellschaft GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) und YouTube, das im Jahr 2006 von Google übernommene Internet-Videoportal, trafen im November 2007 eine Vereinbarung, die YouTube die Musiknutzung in Musik-Videos und auch in den von Nutzern erstellten Videos ermöglichte. Am 31. März 2009 ist diese Vereinbarung ausgelaufen. Der Zugriff auf Videos von Künstlern, die von der GEMA vertreten werden, soll für die YouTube-Nutzer in Deutschland seitdem weitgehend nicht mehr möglich sein.

Die beiden Parteien verhandelten seit rund einem Jahr über einen neuen Lizenzvertrag für Musiknutzungen in Deutschland, allerdings erfolglos. Die Verhandlungen über eine neue Vereinbarung seien gescheitert, teilte die GEMA mit. Ziel der Verhandlungen sei es gewesen, „angemessene Vergütung der Urheber„ zu erreichen. Schließlich erziele auch YouTube Millionen durch Werbeeinnahmen. Diejenigen, die diese Werke schaffen und damit die Inhalte liefern, sollten angemessen vergütet werden, erklärt die GEMA.

GEMA ist ein wirtschaftlicher Verein mit nach eigenen Angaben über 60.000 deutschen Mitgliedern, der zudem international rund eine Millionen Rechteinhaber vertritt. Zusammen mit ihren in diesem Streit verbündeten Partnern, acht weiteren Verwertungsgesellschaften unter anderem aus USA, Frankreich und Italien vertritt etwa 60 Prozent des internationalen Musikrepertoires.

Begleitend zum Abbruch der Verhandlungen fordert das Bündnis von YouTube die Löschung von rund 600 Titeln oder deren Sperrung für deutsche Nutzer. Die Forderung solle ein Zeichen dafür setzen, dass „die internationalen Verwertungsgesellschaften die anhaltende illegale Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke nicht akzeptieren„. Man könne sämtliche Werke seines Repertoires von YouTube entfernen lassen, wenn man dies wolle, verzichte aber mit Blick auf die Nutzer und die Urheber auf diese Forderung, heißt es von der GEMA.

Update 01.11.2016

Einigung – YouTube zahlt nach langem Streit Geld an Gema

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