Base – keine Datenflatrate mehr

Base - keine Datenflatrate mehr

Die zu E-Plus gehörende Mobilfunkmarke Base schafft über einen kleinen Umweg die Datenflatrate ab. Haben Kunden ihre Datenvolumen verbraucht, wird ein weiteres Datenvolumen nachgebucht. Das geschieht vollautomatisch und ohne, dass der Kunde dies beeinflussen kann. Damit beendet Base faktisch die Kostenkontrolle für Smartphone-Tarife.

Auf dem ersten Blick liest sich das neue Tarifsystem von Base für den Kunden gut, da die Drosselung vorerst wegfällt. Allerdings beendet das Erreichen der Datenhöchstmenge auch die Kontrolle über die Kosten. Denn statt einer Drosselung wird automatisch ein Datenpaket gegen Gebühr nachgebucht. Der Kunde kann sich nicht dagegen wehren, denn diese Nachbuchung wird im Kleingedruckten als Vertragsbestandteil aufgeführt.

Betroffen sind alle Smartphone-Tarife von Base, Nutzer von Base Internet sind dagegen nicht betroffen. Die Regel bei den Smartphone-Tarifen ist, dass je nach Tarif 50 oder 100 MB nachgebucht werden. Das macht Base automatisiert bis zu dreimal im Monat. Erst danach kommt die bekannte Drosselung auf GPRS-Geschwindigkeit. Das Problem für den Kunden ist aber nicht nur, dass er keine Kontrolle mehr über seine Kosten hat. Denn er rutscht sogar in den nächsthöheren und damit teureren Tarif, wenn er drei Monate hintereinander die drei möglichen Nachbuchungen „in Anspruch nimmt„.

Die Kosten für Nachbuchungen sind vom Tarif abhängig. Werden 50 MB nachgebucht, zahlt der Kunde jeweils 1,50 Euro. Bei 100 MB kommen pro Nachbuchung 2 Euro zusätzliche Kosten auf ihn zu. Leider gibt es bei Base keine Option, selbstständig ein passendes Datenpaket in Einzelfällen hinzuzubuchen. Der Kunde muss sich mit den Automatismen zufriedengeben und erreicht damit je nach Tarif maximal 300 MB mehr im Monat. Je größer das Datenvolumen im Basistarif ist, desto weniger lohnt sich das Nachbuchen. Kunden, die von mehrfachen Nachbuchungen betroffen sind, sollten daher prüfen, ob sie bei Base besser einen größeren Datentarif nutzen möchten. Alternativ können sie auch den Anbieter wechseln. Einen Handyflatrate Tarifvergleich bietet unter anderem der telespiegel.

Mehr Informationen

Prepaidkarten Vergleich – auf Guthabenbasis
Handyvertrag Vergleich – Wenigtelefonierer ohne Internetnutzung
Handynummer mitnehmen – beim Anbieterwechsel

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