Paypal – Bezahldienst nun auch unterwegs nutzbar

mobile-payment

Der Online-Bezahldienst Paypal will in Deutschland das Bezahlen revolutionieren. Anders als bei Apples Zahlen per Fingerabdruck handelt es sich dabei nicht um Pläne, sondern um ein konkretes Angebot. Seit einigen Monaten können Kunden in vereinzelten Restaurants, Cafes und Geschäften bereits per Paypal bezahlen. Auch Knöllchen in Kaiserslautern oder die Hundesteuer in Hessen können so bequem beglichen werden. Für die Anwender bedeutet dies aber ein Sicherheitsrisiko.

Paypal nutzt für sein Angebot eine App. Diese liest einen QR-Code ein und bezahlt die so hinterlegte Rechnungssumme direkt über das Paypalkonto des Nutzers. Das Potenzial ist riesig. Denn Nutzer können so theoretisch sogar per App von unterwegs eine Ware bestellen und im Vorbeigehen per Scan bezahlen. Möglich macht das eine Check-in-Funktion. Mit dieser meldet sich ein Nutzer im jeweiligen Laden an. Im Kassensystem des Händlers erscheinen dann Name und Foto des Kunden. Diese Angaben gleicht der Händler mit der bezahlenden Person ab. Ist der Kunde mit dem Betrag einverstanden, wird das Bezahlen per Klick ausgelöst.

Das System ist einfach und praktikabel, birgt jedoch erhebliche Sicherheitsrisiken. Zum einen sind persönliche Angaben wenig geschützt, zum anderen ist Missbrauch möglich. Noch schwerer wiegt jedoch, dass Paypal zwar eine Banklizenz in Luxemburg hat, aber das Guthaben der Kunden nicht durch eine Sicherheitseinlage geschützt ist. Ebenso sind in der Vergangenheit immer wieder Fälle öffentlich geworden, in denen Paypal Kundenkonten ohne Angabe von Gründen Konten einfriert und nur nach langer Auseinandersetzung wieder freigibt. Den Nutzern droht ein Komplettverlust ihres Guthabens. So einfach Paypal zum schnellen Bezahlen für unterwegs funktioniert, so diskussionswürdig ist das Thema Sicherheit. Sicherheit sollte jedoch bei einem Bezahlsystem an oberster Stelle stehen.

Dass es auch anders geht, zeigen die Banken und Sparkassen. Immer mehr Rechnungen enthalten einen sogenannten Girocode. Das ist eine Art QR-Code, der per Smartphone eingescannt wird und per Bank-App direkt zur Online-Überweisung führt. Das Abtippen von Bankdaten entfällt, nicht jedoch das Sicherungssystem über PIN und TAN. Sollten die Banken dieses System zukünftig ausweiten, könnten Kunden schon bald auch unterwegs sicher, bequem und komfortabel per Smartphone bezahlen.

Mehr Informationen

In dem Internet einkaufen – Sicher handeln
Sicherheit im Internet – Datenhandel & Computerkrankheiten
DSL Vergleich

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
FRITZ!Box 7630 gestartet

FRITZ!Box 7630

Neuer Wi-Fi-7-Router für DSL startet

Wi-Fi 7 hält Einzug in die DSL-Welt: Die neue FRITZ!Box 7630 ist ab sofort erhältlich. Der kompakte Router bietet moderne Technik, sorgt aber wegen seines Preises für Diskussionen. Denn das leistungsstärkere Schwestermodell ist teilweise günstiger zu haben. […]

„Vinted“-Falle endet vor Gericht – Versicherung muss nicht zahlen

„Vinted“-Falle endet vor Gericht

Versicherung muss nicht zahlen

Eine Verkäuferin hat durch eine raffinierte Betrugsmasche auf „Vinted“ mehr als 1 900 Euro verloren. Sie forderte Ersatz von ihrer Versicherung. Ein Gericht hat jetzt allerdings entschieden, dass die Versicherung nicht für den entstandenen Schaden aufkommen muss. […]

Internetnutzung sinkt deutlich - Warum Menschen bewusster online sind

Internetnutzung sinkt erstmals deutlich

Warum viele Menschen bewusster online sind

Weniger Smartphone, weniger Social Media, weniger Zeit im Netz: Eine aktuelle Studie zeigt einen überraschenden Trend. Immer mehr Menschen reduzieren ihre Internetnutzung bewusst – und suchen nach mehr Konzentration, Ruhe und digitaler Balance im Alltag. […]

Neue Strom-Regeln ab Juni – Nachbarn dürfen ihre Energie teilen

Neue Strom-Regeln ab Juni

Nachbarn dürfen ihre Energie teilen

Eine Gesetzesänderung macht Energy Sharing in Deutschland möglich. Haushalte, Vereine und Unternehmen dürfen selbst erzeugten Strom künftig lokal teilen. Doch trotz großer Chancen gibt es noch offene Fragen bei der Umsetzung. […]