Intelligente Sromzähler – Sparen nur bei Verhaltensänderung

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Intelligente Stromzähler sollen nach Willen der Stromanbieter und der Politik dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken. So will es auch das Energiewirtschaftsgesetz. Daher haben viele Stromanbieter in den letzten Jahren diese sogenannten Smart Meter installiert. Das lassen sie sich aber teuer bezahlen. Bis zu 240 Euro im Jahr kostet der Betrieb der intelligenten Stromzähler je nach Anbieter jedes Jahr. Zahlen muss der Endverbraucher.

Einsparpotenzial: So funktioniert ein intelligenter Stromzähler

Grundsätzlich sind Smart Meter ein Mittel, um Energiekosten zu sparen. Die Idee: Der Kunde kann per PC im Smart-Home-Netzwerk jederzeit feststellen, wie viel Strom er verbraucht. Das soll einerseits Kostenbewusstsein schaffen, andererseits das Verhalten ändern. Denn nachts ist der Strom billiger als tagsüber. Mit dem intelligenten Stromzähler hat der Kunde einen veränderten Strompreis, der zumindest in Tagtarif (Hochtarif) und Nachttarif (Niedertarif) aufgeteilt ist. Damit profitiert der Kunde von günstigen Strompreisen in der Nacht.

Die intelligenten Zähler zeigen auf, wann wie viel Strom verbraucht ist. Damit ist klar, dass kostenintensive Geräte wie Waschmaschinen nachts laufen sollten. Moderne Geräte können sogar mit Tarifen gekoppelt werden, die aktuelle Börsenpreise als Basis nutzen. Auf diese Weise kauft der Kunde bei günstigen Preisen günstig ein, bei höheren teurer. Wird ein solches Gerät samt Tarif mit einem Energiespeicher gekoppelt, sind deutliche Kostenersparnisse möglich. Die meisten mit Smart Metern ausgestatteten Haushalte verfügen jedoch nicht über Energiespeicherfunktionen. Sollte sich dies in Zukunft ändern, ist es sogar möglich, nachts Strom zu beziehen und zu speichern, der dann tagsüber wieder teurer abgegeben wird. Der Verbraucher wird Stromzwischenhändler.

Nachteil der intelligenten Stromzähler

Das Problem ist bisher jedoch, dass die meisten Verbraucher derzeit nur ca. zehn Prozent sparen können. Das ist darüber hinaus nur möglich, wenn sie ihr Verbrauchsverhalten ändern und tatsächlich in den Abend- oder Nachtstunden Geräte laufen lassen. Über 3.000 Kilowattstunden im Jahr müssten Verbraucher in die günstigen Nachttarife verlegen. Die Gesamtersparnis ist in den meisten Fällen daher faktisch nicht ausreichend, um die zusätzlichen Betriebskosten auszugleichen. Dadurch ist der Anreiz zum Umstieg auf Smart Meter gering.

Ein zusätzliches Problem entsteht beim Anbieterwechsel. Denn es gibt eine Vielzahl verschiedener Geräte, die nicht miteinander kompatibel sind. Daher bedeutet ein Anbieterwechsel häufig auch, dass der Smart Meter ausgetauscht werden muss, was wiederum zu einer Einmalzahlung führt. Grund: Es gibt keine gesetzlichen Vorgaben, wie die intelligenten Stromzähler auszusehen haben. Die Bundesregierung will hier in Kürze aber einen neuen Gesetzesentwurf vorlegen. Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft fordert in diesem Zusammenhang, die Anbieter in regionale Strukturen einzubinden, mit denen eine übergeordnete intelligente digitale Netzstruktur aufgebaut werden kann. Die Energiewende werde ohne digitales Messwesen nicht gelingen, das Erzeugung und Verbrauch besser aufeinander abstimme.

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