Es wird Zeit – alte Telefone und Verträge kosten ein Vermögen

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Sie sind die liebsten Kunden der Festnetz- und Mobilfunkanbieter. Sie rufen nicht bei der Hotline an, wechseln nicht in einen günstigen Vertrag und zahlen brav viel Geld für selbstverständliche Leistungen. Die Rede ist von langjährigen Bestandskunden. Viele Nutzer, die auf ihre Verträge und Rechnungen nicht achten, verschaffen in der Summe den Anbietern ein kleines Vermögen. Es gibt zwar immer weniger dieser Goldesel, aber es gibt sie. Denn speziell ältere Menschen kümmern sich nicht um Telefonieverträge. Sie zahlen horrende Gebühren und manchmal sogar für völlig veraltete Mietgeräte.

Verbraucherzentrale rät zum Überprüfen der Rechnungen

Es klingt zunächst wie ein Scherz. Aber es gibt tatsächlich noch Kunden, die alte Wählscheiben- oder Tastentelefone zu Hause haben. Ein Teil dieser Geräte hatte die damalige Bundespost den Kunden gegen monatliches Entgelt überlassen. Und tatsächlich rechnet die Telekom als Bundespostnachfolger im Festnetz nach Aussagen der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bei einigen Kunden Monat für Monat noch wenige Euro für diese alten Mietgeräte ab. Dadurch fallen im Jahr schnell bis zu ca. 50 Euro Kosten an – für ein Gerät, das seit Jahrzehnten nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Auch Zusatzgeräte wie besondere Klingeln können solche Kosten verursachen.

Der IP-Anschluss kommt: Weg mit Miettelefonen

Neben den völlig überzogenen, aber vertraglich korrekten Kosten gibt es für diese Alt-Kunden ein echtes Technikproblem. Denn die Telekom stellt derzeit nach und nach alle Anschlüsse auf die IP-Technik um. Spätestens dann sind die Geräte-Dinos unbrauchbar. Der dringenden Rat an alle: Solche Geräte sollten schnellstens gegen moderne Telefone ausgetauscht werden. Wenigstens sind die Mietverträge zu kündigen. Das ist per Hotline oder schriftlich monatlich möglich.

Der telespiegel ruft zusätzlich Angehörige und Bekannte von älteren Menschen auf, diese zu unterstützen. Sie sollten mit diesen Altkunden über ihre Telefonkosten sprechen. Häufig gehen nicht nur Kosten für das Miettelefon von der kärglichen Rente ab, sondern auch die Verträge sind nicht mehr zeitgemäß und damit überteuert.

Altkunden sind Kunden zweiter Klasse

Die Verbraucherzentrale schneidet ein Thema an, das sich wie ein roter Faden durch den Telekommunikationsmarkt zieht. Während die Anbieter mit harten Bandagen und extremen Preisnachlässen um jeden Neukunden kämpfen, verdienen sie an Bestandskunden.
Denn Tarifanpassungen nach unten sind in der Praxis nur auf konkrete Nachfrage möglich. Schlimmer noch: Nach Ablauf der Neukundenkonditionen verteuern sich die meisten Tarife. Daher gilt schon beim Vertragsabschluss: Kündigungstermin notieren, um günstige Neukundenkonditionen bei der Konkurrenz zu erhalten oder mit dem eigenen Anbieter zu verhandeln. Wer einfach wechseln möchte, findet beim telespiegel Übersichten über geeignete Tarife für Festnetz, Internet inklusive DSL und Mobilfunk samt Datenflat.

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