Motorola – Lenovo lässt Markennamen verschwinden

Motorola - Lenovo lässt Markennamen verschwinden

Nach Nokia verschwindet zukünftig auch die Marke Motorola Schritt für Schritt aus dem Handymarkt. Entsprechende Änderungen hat Motorola-Chef Rick Osterloh in einem Interview mit CNET angekündigt. Damit könnte der chinesische Hersteller Lenovo die weltweit bekannte Marke zu Grabe tragen. Das Unternehmen hatte Motorola erst vor zwei Jahren von Google gekauft. Die jetzige Ankündigung steht aber dem einstigen Vorhaben entgegen, die Marke Motorola stärken zu wollen.

Das wird kommen: Moto statt Motorola

Den Ausführungen zufolge wird der Markenname Motorola im Handybereich Schritt für Schritt durch Moto ersetzt. Auf den Handys soll dann zwar weiter das alte Logo mit dem Motorola-M zu sehen sein, die Marke heißt dann aber "Moto by Lenovo". Zusätzlich wird Lenovo das eigene Logo auf den Geräten platzieren. Günstige Handys unter etwa 100 Euro bringt Lenovo zukünftig nur noch unter den Namen Vibe heraus. Beide Produktlinien sind unter dem Firmensitz Motorola Mobility vereint, einer 100-prozentigen Tochter von Lenovo. Das Unternehmen kündigte an, unter Moto bzw. Vibe zukünftig Handys in allen Preisklassen auf den Markt zu bringen. Außerdem will Motorola an Smartwatches arbeiten. Der bisherige Markenname Motorola soll aber nur noch auf Unternehmenseben genutzt werden.

Mit Motorola verschwindet ein Handy-Dinosaurier

Motorola ist eine der bekanntesten Marken im Handymarkt. Dass dieser Name zukünftig nicht mehr genutzt werden soll, ist schwer nachvollziehbar. Fans der alten Klassiker wie dem Razr werden die Marke vermissen. Andererseits hat Motorola in den letzten zehn Jahren kontinuierlich Marktanteile verloren und konnte kaum noch ein richtig erfolgreiches Handy lancieren. Die Talfahrt endete in dem Kauf durch Google vor vier Jahren. Aber Google konnte ebenfalls keine Impulse setzen. Die Chance blieb ungenutzt, Motorola-Handys mit Androidsystemen so zu kombinieren, dass sie eine Chance gegen das iPhone und die Smartphones von Samsung, LG und Sony haben. Daher folgte vor zwei Jahren der erneute Verkauf an Lenovo. Der weltweit größte Computerhersteller konnte sich die renommierte Marke sichern.

Eine Marke zu beerdigen, ist immer ein Wagnis. Lenovo möchte unter dem eigenen Namen im Handymarkt agieren. Ob das erfolgreich sein kann, bleibt abzuwarten. Motorola scheint aber Schritt für Schritt Geschichte zu werden. Mit dem Namen gehen dann Erinnerungen an das erste GSM-Handy (1992: International 3200), das erste Klapphandy (1990er-Jahre: StarTAC) und das erfolgreiche Razr (2003). Aus den letzten Jahren wird aber unter anderem die Serie Moto X im neuen Markendesign fortgesetzt.

Mehr Informationen

Smartphone Tarife – Tarifrechner

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


4 × drei =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Unlimitiertes Datenvolumen – der „Freenet FUNK unlimited“-Tarif

Unlimitiertes Datenvolumen

Der „Freenet FUNK unlimited“-Tarif

Freenet FUNK bietet mit dem unlimited Tarif unlimitiertes LTE-Datenvolumen für 99 Cent pro Tag. Der Tarif wird über eine App gesteuert und kann täglich gekündigt oder gewechselt werden. Es besteht zudem die Möglichkeit, den Tarif bis zu 30 Tage pro Jahr zu pausieren. […]

Avast und AVG – Sicherheitslücke in Anti-Virenprogrammen entdeckt

Avast und AVG

Sicherheitslücke in Anti-Virenprogrammen entdeckt

Sicherheitsexperten entdeckten in den Anti-Virenprogrammen Avast und AVG eine zehn Jahre alte Sicherheitslücke. Nutzer, die nur selten mit dem Internet verbunden sind, sollten die installierte Version überprüfen und gegebenenfalls das herausgegebene Patch installieren. […]

Achtung Betrug - Angebliche Anrufe von Europol und Interpol auf dem Handy

Achtung Betrug

Angebliche Anrufe von Europol und Interpol auf dem Handy

Vermehrt erhalten Handybesitzer englischsprachige Anrufe, die angeblich von den Polizeibehörden Europol oder Interpol kommen. Inzwischen werden auch vermehrt Anrufe in deutscher Sprache vorgenommen. Die Täter behaupten meist, den Betroffenen seien persönliche Daten gestohlen worden und Kriminelle würden diese Daten nutzen, um Straftaten zu begehen. […]

Urteil – mobilcom-debitel muss 12,25 Mio. Euro an Bundeshaushalt zahlen

Urteil

mobilcom-debitel muss 12,25 Mio. Euro an Bundeshaushalt zahlen

Mobilcom-debitel muss im Rahmen eines Gewinnabschöpfungsverfahrens 12,25 Millionen Euro an den Bundeshaushalt bezahlen. Grund hierfür ist der Unrechtsgewinn, den der Anbieter mit überhöhten Rücklastschriftpauschalen erzielt hat. Geklagt hatte der Deutsche Verbraucherschutzverband gegen den Mobilfunkanbieter. […]