Motorola – Lenovo kauft Marke von Google

smartphone

Der chinesische Hersteller Lenovo hat Motorola von Google gekauft. Das bestätigten beide Seiten offiziell. Der Kaufpreis soll demnach bei 2,9 Milliarden Dollar liegen. Google hatte den Smartphone-Hersteller erst 2012 für 12,5 Milliarden Dollar gekauft.
Von dem Deal profitieren beide Seiten. Lenovo ist nach absoluten Zahlen bereits der fünftgrößte Smartphone-Hersteller. Laut Marktforschungsinstitut IDC liegen die Chinesen knapp hinter Huawai und haben LG bereits hinter sich gelassen. Dass den Namen in Deutschland kaum einer kennt, liegt daran, dass bisher vor allem für den heimischen Markt produziert wird. Lenovo hatte bereits angekündigt, 2014 in Europa Smartphones vorzustellen. Das könnte sich nun mit der Übernahme von Motorola beschleunigen. Wichtiger ist der Kauf aber, um auf dem amerikanischen Markt Fuß zu fassen. So könnte Lenovo zukünftig weltweit die marktführende Position von Samsung und Apple angreifen. Dass der Konzern ernst zu nehmen ist, hat er mit der Übernahme von IBM vor einigen Jahren gezeigt. Seitdem ist Lenovo der weltweit führende PC-Hersteller. In Deutschland kennen wir Lenovo daher, dass dieser Anfang Juni 2011 für 629 Millionen Euro einen Mehrheitseinstieg bei dem Aldi-Lieferanten Medion vorgenommen hat.

Verlust für Google

Google seinerseits macht mit dem Verkauf von Motorola zwar auf dem ersten Blick einen finanziellen Verlust. Allerdings hatte Google die Marke damals mit dem Ziel übernommen, das Android-Betriebssystem deutlich weiterzuentwickeln. Interessanter dürfte aber ein großes Patentpaket sein, das damals zum Kauf gehörte. Den größten Teil der Patente behält Google und hat einige davon an Lenovo lizenziert. Damit könne laut Google-Chef Larry Page, der Konzern seine Energie dafür nutzen, das Android Ecosystem mit innovativen Weiterentwicklungen noch benutzerfreundlicher zu machen. Zugleich sei das Android-System durch das Halten der Patente abgesichert. Dennoch dürfte Google auch aus wirtschaftlicher Sicht nicht traurig sein, Motorola abzugeben. Die unter bisherigen unter Regie von Google veröffentlichten Smartphones, Moto X und Moto G, blieben im stark umkämpften Wettbewerb hinter den Erwartungen zurück.

Update 11.01.2016

Motorola – Lenovo lässt Markennamen verschwinden

Mehr Informationen

Smartphone Betriebssysteme
Handy Flat Vergleich
Handyvertrag Vergleich

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


4 × drei =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Samsung Top-Modelle – Das neue Galaxy Note 20 und das Note 20 Ultra

Samsung Top-Modelle

Das neue Galaxy Note 20 und das Note 20 Ultra

Der Smartphone-Hersteller Samsung hat seine neuen Top-Modelle der Note-Reihe vorgestellt. Während das Note 20 Ultra mit neuer Technik daherkommt, fehlen dem Note 20 einige wichtige Funktionen. Beide Modelle können bereits vorbestellt werden und kommen am 21. August auf den Markt. […]

Klau von Bewerberdaten – Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Klau von Bewerberdaten

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Mit Hilfe von fingierten Stellenangeboten, gelang es einem Berliner Unternehmen über die Jobbörse der Arbeitsagentur an zahlreiche Bewerberdaten zu gelangen. Datenschützer und die Arbeitsagentur stufen das Verhalten als kriminell ein, doch die Staatsanwaltschaft hat nun die Ermittlungen eingestellt. […]

urteil

Blauer Haken in WhatsApp

Urteil: Wirksamwerden der Willenserklärung

Das Landgericht Bonn hat entschieden, dass die zwei blauen Haken bei WhatsApp eine Willenserklärung wirksam machen. Zudem wurde erklärt, dass Vertragsparteien alle Kommunikationswege überprüfen müssen, die bisher verwendet wurden. […]

Dubioser Punkteklau - Payback-Kunden in Aufregung

Dubioser Punkteklau

Payback-Kunden in Aufregung

Die Aufregung unter Payback-Kunden ist groß. „Abzocke“, „Betrug“ und „Punkteklau“ lauten die Vorwürfe, die derzeit die Verbraucherzentrale NRW, Facebook und Bewertungsportale erreichen. Denn bei vielen Kunden sind plötzlich die Guthabenpunkte, oftmals im Wert von 50 oder 100 Euro, teilweise sogar weit darüber verschwunden. […]

Bundesgerichtshof verbietet überhöhte Pauschale für Inkassokosten

Bundesgerichtshof

Verbot überhöhter Pauschale für Inkassokosten

Energieversorger dürfen keine überhöhten Inkassokosten verlangen, wenn sie Zahlungen bei säumigen Kunden eintreiben lassen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen die SWM Versorgungs GmbH entschieden. […]