Amazon – Der größte Onlinehändler schränkt seinen Lieferservice ein

Amazon – Der größte Onlinehändler schränkt seinen Lieferservice ein

Die Corona-Krise hat nun auch Auswirkungen auf den weltweit größten Onlineversandhändler. Um die Logistik aufrecht erhalten zu können, nimmt Amazon in Deutschland nur noch bestimmte Produkte auf Lager. Hierbei handelt es sich insbesondere um solche Artikel, die für den alltäglichen Gebrauch benötigt werden. Durch die Einschränkungen, soll die Logistik entlastet werden, um für dringen benötigte Produkte wieder Kapazität zu schaffen. Zudem sollen die Mitarbeiter des Versandriesen geschützt werden.

Amazon schränkt Lieferservice ein

Der Onlinehändler stößt an die Grenzen seiner logistischen Möglichkeiten, da durch die Corona-Krise immer mehr online bestellt wird. In Frankreich und Italien wurden bereits Konsequenzen gezogen: seit dem vergangenen Wochenende wurde der Lieferservice des Versandhändlers eingeschränkt. Kunden können nur noch Produkte bestellen, die von Amazon als „wesentlich“ für die Alltagsbewältigung eingestuft werden. Dies hat zur Folge, dass momentan in Frankreich und Italien keine Produkte wie Bücher, Kleidung oder Spielzeug mehr bestellt werden können. Dies betrifft Produkte, die sich im Amazon Lager befinden. Über Dritthändler können weiterhin auch Produkte bestellt werden, die nicht als „wesentlich“ eingestuft wurden.

Welche Produkte werden als „wesentlich“ eingestuft?

Zu den „wesentlichen“ Produkten gehören vor allem Artikel zur Gesundheitspflege, Haushaltswaren, Gesundheitswaren, Babyprodukte, Tiernahrung sowie Grundnahrungsmittel. Ebenso sind Artikel für wissenschaftliche sowie betriebliche Zwecke weiterhin verfügbar.

Was ändert sich in Deutschland?

Bisher ist für Deutschland jedoch kein teilweiser Bestellstopp vorgesehen. Allerdings wurden auch hierzulande bereits erste Maßnahmen ergriffen: der Universalanspruch wurde außer Kraft gesetzt, der besagt, dass Amazon stets bereiter Lieferant aller Güter ist. Um die Flut an Onlineeinkäufen bewältigen zu können, will das Unternehmen Waren für den täglichen Gebrauch sowie medizinischen Verbrauchsgütern Vorrang gewähren. Viele dieser Artikel sind momentan nicht vorrätig, können durch den außer Kraft gesetzten Universalanspruch jedoch wieder schneller angenommen und somit auch an die Kunden versendet werden. Bis zum 5. April gilt diese Regelung voraussichtlich. Ware, die nicht hochrangig eingestuft wurden, werden nur noch versandt, wenn sie sich bereits in einem Amazon Lager befinden.

Weshalb ist der Bedarf so stark gestiegen?

Dass die Onlineeinkäufe so stark angestiegen sind, liegt zum einen daran, dass viele Läden und Geschäfte, die nicht den unmittelbaren täglichen Lebensbedarf betreffen, schließen mussten. Darüber hinaus wollen viele Menschen das Haus so wenig wie möglich verlassen, um Einkäufe zu tätigen, weshalb der online Versand von vielen bevorzugt wird. Nicht nur Amazon, sondern auch viele weitere Onlineshops stoßen derzeit an ihre Grenzen. Neben dem erhöhten Bestellaufkommen, sorgen die Vorsichtsmaßnahmen in den Auslieferungszentren zusätzlich dazu, dass es zu Lieferverzögerungen kommt.

Engpässe auch bei Speditionslieferungen

Auch Onlineshops für Möbel und Großgeräte, haben aufgrund der Corona-Krise mit Problemen und Beeinträchtigungen zu kämpfen. Bei vielen deutschen Shops musste der Speditionsservice zum Teil erheblich eingeschränkt werden. Während einige Shops noch bis zum Aufstellungsort liefern, wie beispielsweise Neckermann, endet bei großen Händlern wie beispielsweise Ikea, AO, Amazon, Media Markt oder Otto die Lieferung bereits vor der Wohnungstür. Die Montage von Möbel oder anderen Produkten wurde jedoch einheitlich von allen oben genannten Shops eingestellt.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
ICQ geht in Rente – von der Popularität in die Bedeutungslosigkeit

ICQ geht in Rente

Von der Popularität in die Bedeutungslosigkeit

Einer der ältesten Chatdienste verabschiedet sich. Am 26. Juni dieses Jahres wird ICQ abgeschaltet. Der einst so beliebte Dienst hat im Laufe der Zeit nahezu vollständig an Bedeutung verloren. Spiele wie Slide-a-Lama oder Zoopaloola dürften für viele jedoch unvergessen bleiben. […]

„Fax-Irrsinn“ – trotz digitaler Alternativen längst nicht ausgestorben

„Fax-Irrsinn“

Trotz digitaler Alternativen längst nicht ausgestorben

Auch im Jahr 2024 kommt das Telefax in vielen Unternehmen und Behörden in ganz Deutschland noch als Kommunikationsweg zum Einsatz. Trotz digitaler Alternativen und möglicher Datenschutzrisiken wird das Faxgerät von vielen bevorzugt. Im Bundestag will man sich jetzt vom Telefax verabschieden. […]

Oniro OS – quelloffenes Betriebssystem kommt auf das Volla Phone X23

Oniro OS

Quelloffenes Betriebssystem kommt auf das Volla Phone X23

Das alternative Betriebssystem Oniro OS kommt auf das Volla Phone X23. Hinter dem frei verfügbaren Multi-Kernel-Betriebssystem steckt eine internationale Zusammenarbeit verschiedener Partner. Hierzu zählen neben der renommierten Eclipse Foundation auch die deutsche Volla Systeme GmbH sowie Huawei. […]

Warnung des Landeskriminalamts – vermehrt Cyberangriffe auf Office 365

Warnung des Landeskriminalamts

Vermehrt Cyberangriffe auf Office 365

Das LKA NRW warnt aktuell vor Cyberangriffen auf Unternehmen. Die Täter nutzen hierbei Office 365, um in den Firmen großen Schaden anzurichten. Haben die Kriminellen erst einmal Zugang erhalten, ist das gesamte IT-System des Unternehmens betroffen. […]

Das Google Pixel 8a – Updates bis 2031 für neues Mittelklasse-Smartphone

Das Google Pixel 8a

Updates bis 2031 für neues Mittelklasse-Smartphone

Das neue Google Pixel 8a bietet das beste Kamerasystem aus der Mittelklasse und kann in vielen Punkten mit dem Flaggschiffmodell mithalten. Mit einem Preis von beinahe 550 Euro ist das Smartphone jedoch nicht gerade günstig. Wer allerdings mit dem Kauf etwas wartet, könnte einiges sparen. […]

Betrugsmasche – Vorsicht bei Zahlung per PayPal „Freunde & Familie“

Betrugsmasche

Vorsicht bei Zahlung per PayPal „Freunde & Familie“

Aktuell ist eine neue, perfide Betrugsmasche im Umlauf. Die Täter machen sich dabei die Option „Freunde & Familie“ des beliebten Online-Bezahldienstes PayPal zunutze. Da durch das Vorgehen der Täter der Käuferschutz für den Betroffenen nicht greift, ist das Geld verloren. […]