Kettenbriefe zum Thema Coronavirus – Zahlreiche Fake-News im Umlauf

Fake-News

Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus, derzeit gibt es 6.012 laborbestätigte Fälle in Deutschland (Stand 16. März 2020, Quelle: Robert Koch-Institut). Mittlerweile kursieren zahlreiche falsche Meldungen und Ratschläge zum Thema Coronavirus in den sozialen Netzwerken. In verschiedenen Kettenmails, die über WhatsApp und andere Messenger verbreitet werden, werden Behauptungen aufgestellt, die nicht der Wahrheit entsprechen. Hierunter sind vor allem vermeintliche Selbsttest, um herauszufinden, ob man infiziert ist sowie Verhaltensweisen, die vor dem Virus schützen sollen.

Der Corona-Selbsttest

Weit verbreitet ist unter anderem eine Kettenmail, in der ein Selbsttest beschrieben wird, mit dem angeblich herausgefunden werden kann, ob man mit dem Virus infiziert ist. Hierzu solle jeden Morgen für zehn Sekunden der Atem angehalten werden. Wenn Husten oder ein Engegefühl auftreten, soll dies ein Hinweis auf Fibrosen in der Lunge sein. Von Seiten der Experten wird allerdings richtiggestellt, dass eine Fibrose, bei der es sich um einen bindegewebigen Umbau der Lunge handelt, keinerlei Zusammenhang mit dem Coronavirus hat. Ebenso sei es durch den beschriebenen Atemtest generell nicht möglich, eine Fibrose festzustellen.

Falsche Meldungen über Ibuprofen und Coronavirus

Auf WhatsApp verbreitet sich zusätzlich eine Sprachnachricht, in der über einen Zusammenhang des schmerzlindernden Medikaments Ibuprofen und der Schwere der Covid-9-Erkrankung berichtet wird. Eine Frau behauptet darin, dass die in der Uniklinik in Wien herausgefunden wurde, da herausgefunden werden sollte, weshalb das Virus in Italien oft so schwere Folgen habe. Mittlerweile hat die Wiener Uniklinik selbst auf Twitter Stellung zu der verbreiteten Sprachnachricht bezogen. In dem Tweet heißt es unter anderem: „Dabei handelt es sich um Fake News! Es gibt keine derartigen Studien der Universität Wien.

Schutz durch regelmäßiges Trinken?

Behauptet wird außerdem, dass regelmäßiges Trinken vor dem Virus schützt. Hierzu wird in der Meldung geraten den Mund und Hals alle 15-Minuten durch einige Schlucke Wasser zu befeuchten. Obwohl es richtig ist, dass es feuchte Schleimhäute Viren schwerer machen in den Körper einzudringen, schützt das regelmäßige Trinken in keinem Fall vor einer Infektion.

Weitere Fake-News rund um das Virus

Auch, dass Wasser mit einer Temperatur von 26 bis 27 Grad das Virus abtötet ist falsch. Darüber hinaus wird verbreitet, dass sich die meisten Menschen dadurch anstecken, dass sie öffentliche Gegenstände wie etwa Türklinken und ähnliches berührt haben. Bisher ist allerdings nicht ein einziger Fall bewiesen, bei dem sich eine Person hierdurch angesteckt hat. Die verstärkte Hygiene und das Desinfizieren von Gegenständen sind zwar gut, bietet jedoch keinen hundertprozentigen Schutz vor dem Virus. Viele der vermeintlich hilfreichen Ratschläge stammen angeblich von Medizinern. Weiter kursiert die Nachricht, dass deutsche Supermärkte schließen. Obwohl das öffentliche Leben mittlerweile stark eingeschränkt ist, sind Behauptungen, dass Supermärkte schließen falsch. Die Versorgung mit Lebensmitteln bleibt weiterhin gewährleistet.

Wie sollte man sich bei einem Kettenbrief verhalten?

Wer einen solchen Kettenbrief erhält, sollte ihn nicht weiterleiten, um die Verbreitung von noch mehr Unsicherheit nicht zu unterstützen. Jeder kann dazu beitragen, nicht noch mehr Angst zu schüren, indem die falschen Meldungen ignoriert – am besten gelöscht werden. Da ständig neue Ratschläge und Weisheiten in den sozialen Netzwerken auftauchen, sollten sich Bürger lediglich über öffentliche und seriöse Quellen über das Coronavirus informieren.

Was schützt wirklich?

Jeder Bürger sollte sich ausschließlich bei Internetseiten öffentlicher Quellen informieren. Hierzu zählen insbesondere das Bundesgesundheitsministerium, das jeweilige Landesgesundheitsministerium, das Robert Koch-Institut sowie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Auch das jeweils zuständige Gesundheitsamt berichtet über wichtige Entwicklungen und Informationen. Um das Infektionsrisiko zu reduzieren, sollte auf das Händeschütteln verzichtet werden. Eine gute Handhygiene sowie Nies- und Hustenregeln sollten eingehalten werden. Um zu verhindern, dass mögliche Krankheitserreger über die Schleimhäute aufgenommen werden, sollte man vermeiden sich in das Gesicht zu fassen. Ebenso ist ein Abstand zu Erkrankten einzuhalten.

1 Kommentar

  1. Eine supergute Zusammenfassung der ECHTEN Tatsachen. Das sollte auch Toilettenpapier-Großbesitzer interessieren…..
    Es geht um die Ärsche, das wurde richtig erkannt. Aber ich hoffe, die versauen nicht unser Ausgangsverhalten durch unsolidarisches Egotum!

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