StudiVZ – Comeback des beliebten Netzwerks unter dem neuen Namen „VZ“

VZ

Lange Zeit war das soziale Netzwerk StudiVZ, das 2005 gegründet wurde, in Deutschland sehr beliebt und wurde von mehr Personen genutzt als Facebook. Zu Hochzeiten nutzten bis zu 16 Millionen regelmäßig StudiVZ. Im Juni dieses Jahres schließt StudiVZ nun seine virtuellen Pforten, doch die Ära des einst so beliebten Netzwerkes endet damit nicht.

StudiVZ wurde zur Nischenunterhaltung

Das Netzwerk StudiVZ war eigentlich für Studierende gedacht. Für Schüler gab es SchülerVZ, diese Plattform wurde jedoch bereits am 30. April 2013 stillgelegt. Für alle anderen war das Netzwerk MeinVZ gedacht. Die drei Plattformen waren so miteinander verknüpft, dass sich Nutzer plattformübergreifen austauschen konnten. Doch durch den enormen Boom von Facebook, Instagram und Co. hatten die zeitweisen so beliebten Plattformen mit einem massiven Nutzerschwund zu kämpfen. Bereits im Jahr 2015 wurde beispielsweise StudiVZ nur noch von rund einer Million Personen genutzt. Vor drei Jahren musste Poolworks, die StudiVZ-Betreiberfirma, einen Insolvenzantrag wegen aufgelaufener Schulden stellen. Ein Jahr später wurden die beiden insolventen Netzwerke von dem Lieferando-Gründer Jörg Gerbig gekauft. Sieben Jahre nach SchülerVZ schließen nun im Juni dieses Jahrs auch die virtuellen Pforten von StudiVZ und MeinVZ und werden zu dem Gruppennetzwerk VZ.net.

Was steckt hinter dem neuen VZ?

Das neue Angebot VZ finanziert sich durch Kaufangebote in Spielen und Werbung, sodass die Plattform auch weiterhin für die Nutzer kostenlos sein wird. Gebühren können jedoch durch den Erwerb digitaler Items bei Onlinespielen anfallen. Im Fokus des neuen Netzwerkes steht insbesondere die Gruppenkommunikation. Die Geschäftsführerin Agneta Binninger äußert sich wie folgt über das Comeback der beliebten Plattform:

„VZ bietet hier eine Alternative auf dem deutschen Markt. Ein komplett auf Gruppenkommunikation ausgerichtetes Netzwerk gibt es in der Form auch nicht. Während der Quarantäne Zeit launchen wir zunächst die Beta Version mit dem Ziel, die Seite durch das Nutzerfeedback weiterentwickeln zu können und zum Beispiel zu entscheiden, welche Feature in die geplante App übernommen werden sollen.”

Darüber hinaus will das neue VZ mit einem hohen Datenschutz punkten. Die Macher geben an, dass keinerlei Nachrichten mitgelesen und die Daten nur auf deutschen Servern gespeichert werden. Nutzer der alten Plattformen haben noch bis zum 30. Juni die Möglichkeit ihre Fotos und Daten in das neue Netzwerk zu importieren. Anschließend werden diese gelöscht.

Was ist altbekannt?

Wer das neue Netzwerk nutzt, kann sich beispielsweise über die altbekannte und sehr beliebte „Gruschel-Funktion“ freuen, die es weiterhin gibt. Als „Gruscheln“ wird eine Art virtueller Gruß bezeichnet, mit dem ein anderer Nutzer angestupst werden kann. Ebenso haben die Macher alte Gruppen zurückgebracht, die einen Schwerpunkt des neuen VZ bilden. Ob sich VZ.net in der Blüte von Facebook, Instagram und Co. noch einmal durchsetzen kann, wird jedoch erst die Zeit zeigen.

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