Briefsendungsverfolgung – Tracking ist bald auch bei Briefen möglich

Briefsendungsverfolgung – Tracking ist bald auch bei Briefen möglich

Mit der Sendungsverfolgung, die es bereits seit langer Zeit für Pakete gibt, können Empfänger und Absender feststellen, wo sich das Paket gerade befindet und wann es voraussichtlich eintreffen wird. Für Briefe gab es bisher keine Möglichkeit, diese zu verfolgen. Das ändert sich nun ab Donnerstag, den 4. Februar.

Welche Briefe können verfolgt werden?

Nachdem im Dezember bereits die digitale Briefmarke als neuer Service der Post eingeführt wurde, folgt jetzt die Briefsendungsverfolgung. Zu Beginn wird es allerdings nicht möglich sein, jeden Brief zu verfolgen. Um die Sendung zu verfolgen, muss eine neue sogenannte Matrixbriefmarke verwendet werden, die mit einem QR-Code versehen ist. Der Verkauf dieser Briefmarken startet am 4. Februar dieses Jahres und bis 2022 sollen dann alle Briefmarken-Neuerscheinungen über einen entsprechenden Matrixcode verfügen. Der Preis für die Marke bleibt gleich und liegt für einen Standardbrief weiterhin bei 80 Cent. An der Haftung des Briefes ändert sich ebenfalls nichts. Die Post haftet weiterhin nur dann, wenn der Brief als Einschreiben oder Nachnahme gesendet wurde.

Was steckt hinter dem Matrixcode?

Der Matrixcode ist nicht zu verwechseln mit dem Strichcode. Jede entsprechende Briefmarke wird mit einem QR-Code versehen, der sich am Rand der Marke befindet und ausschließlich einmalig vergeben wird. Der Matrixcode enthält insbesondere folgende Informationen:

  • die Buchstaben DEA (DE = Deutschland; A = Deutsche Post)
  • Art der Frankierung
  • laufende Nummer je nach Motiv
  • interne Nummernkreiskennung
  • Motiv
  • Druckerei des Postwertzeichens
  • Art des Produkts
  • Informationen zur Absicherung der Echtheit und Fälschungssicherheit des Matrixcodes
  • Ausgabedatum
  • Nennwert der Marke

Über den Matrixcode sind für den Kunden allerdings nur zwei Dinge sichtbar: dass der Brief im Start-Briefzentrum bearbeitet wurde und dass der Brief im Ziel-Briefzentrum bearbeitet wurde. Das heißt, es kann festgestellt werden, ob der Brief bereits angekommen ist, sich immer noch im Briefkasten befindet oder längst auf dem Weg zum Empfänger ist.

Wie kann der Code von Kunden ausgelesen werden?

Es gibt zwei Möglichkeiten, um den Matrixcode auszulesen und somit den Brief zu verfolgen. Es kann hierzu entweder die kostenfreie Software DataMatrixcodeChecker der Post oder die neue Post & DHL App verwendet werden.

Welche Vorteile ergeben sich aus der neuen Briefmarke?

Für den Kunden besteht der größte Vorteil der neuen Matrixbriefmarken darin, dass ein versendeter Brief verfolgt werden kann. Zudem werden Informationen zum Motiv der Briefmarke angezeigt, was insbesondere für Briefmarkensammler interessant ist. Aber auch für die Post ergibt sich ein wesentlicher Vorzug: geht ein Brief verloren, kann nun einfach nachvollzogen werden, wo das System den vermissten Brief zuletzt erfasst hat. Ferner schützt der Matrixcode vor Mehrfachnutzung einer Briefmarke und somit vor Betrug.

Datenschutz beim neuen Matrixcode

Laut Angaben der Post wird erfolgt keine Verknüpfung von Absender oder Empfänger mit dem Matrixcode. Ein indirekter Rückschluss auf den Absender ist allerdings über die Frankier-ID grundsätzlich möglich. Allerdings kann dieser indirekte Rückschluss nur über interne Systeme der Deutschen Post gezogen werden. Scannt ein Kunde den Code per App soll die Zuordnung der Sendungsnummer ausschließlich lokal und zeitlich begrenzt auf dem verwendeten Gerät gespeichert werden.

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