Glasfaserausbau – enercity und htp wollen „Digitales Hannover“ aufbauen

Glasfaserausbau – enercity und htp wollen „Digitales Hannover“ aufbauen

Der Energieanbieter enercity will das Glasfasernetz in Hannover gemeinsam mit seiner Telekommunikationstochter htp enorm ausbauen. Hierfür sollen in den kommenden zehn Jahren Investitionen in Höhe von 200 Millionen Euro getätigt werden. Weitere 750 Millionen Euro sollen beispielsweise in die smarte Infrastruktur oder in dezentrale Kundenlösungen fließen. Die Vermarktung der ersten Glasfaseranschlüsse hat bereits begonnen.

Welche Ziele verfolgen enercity und htp?

Auf dem Weg zu einer Smart City, ist der Ausbau des Glasfasernetzes von großer Bedeutung. Die Übertragungstechnologie, die sowohl größtmögliche Qualität als auch Stabilität bietet, ermöglicht beispielsweise einen blitzschnellen Internetzugang sowie die Verwirklichung von zahlreichen Smart-Home-Lösungen. Bis zum Jahr 2030 soll die Hälfte aller Haushalte im Stadtgebiet Hannover mit einem entsprechenden Glasfaseranschluss angeschlossen werden. Bis 2035 soll das Datenübertragungsnetz zu 90 Prozent aus Glasfaser bestehen. „Wie wichtig ein stabiler Glasfaser-Anschluss mit hohen Bandbreiten im Up- und Download ist, hat sich in der Pandemie mit Home-Schooling und Home-Office deutlich gezeigt“, erläutert htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann. Die benötigten Leitungen werden hierfür von enercity bis in das Haus gebaut, um den Rest kümmert sich die Tochterfirma htp. Zusätzlich sollen neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt gebracht werden. Immer mit dem Ziel, Hannover zu einer smarten Stadt zu machen.

Was sind die Vorteile eines Glasfasernetzes?

Im Glasfasernetz werden alle Informationen mit Licht übertragen. Hierdurch ist eine erheblich höhere Bandbreite möglich, ganz unabhängig von der Leitungslänge. Die Glasfaseranschlüsse ermöglichen eine Datenübertragung von 100, 250, 500 oder sogar 1 000 Megabit pro Sekunde. Die Datenübertragung ist darüber hinaus genauer. Zudem ist das Glasfaserkabel wesentlich haltbarer als Kupferkabel und weniger anfällig für Störungen. Im Vergleich mit einem herkömmlichen DSL-Anschluss bieten die Glasfaserleitungen bis in das Haus deutliche stabilere Bandbreiten und einen höheren Upload.

Wer profitiert von dem Ausbau?

Bis 2030 sollen im Stadtgebiet Hannover sollen rund 150 000 Haushalte erschlossen werden. Bisher sind hier lediglich 19 Prozent der Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen. In der ersten Ausbaustufe werden die Stadtteile Vahrenwald, List, Herrenhausen, Nordstadt und Davenstedt erschlossen. Danach folgen die benachbarten Stadtteile.
Aber auch 150 000 Haushalte in der Region Hannover sowie in dem übrigen htp-Versorgungsgebiet, sollen von der neuen Breitbandtechnologie profitieren. Aktuell baut der Energiedienstleister hierfür an über 90 Orten das Glasfasernetz aus oder führt Vermarktungsaktionen durch. Bereits 7 000 Haushalte erhielten im Stadtgebiet von Hannover umfangreiches Infomaterial über den Ausbau. Wer sich innerhalb von acht Wochen für den Glasfaseranschluss entscheidet, bekommt diesen ohne Anschlusskosten.

„Der Bedarf an Bandbreite hat deutlich zugenommen, 3/4 der Kunden bestellen heute die schnellst möglichste Bandbreite, vor einigen Jahren haben die Kunden oftmals die kleinste (preisgünstigste) Lösung bestellt“, so Heitmann bei der heutigen Pressekonferenz.

Die Zusammenarbeit zwischen enercity und htp

Bis Ende letzten Jahres profitierten bereits 27 000 Privatkunden sowie 60 Gewerbekunden von der Zusammenarbeit des Energiedienstleisters und dem Anbieter für Triple-Play-Internetanschlüsse. Kunden von enercity, die sich nun für einen Neuanschluss an das Glasfasernetz und damit für den „Surf & Fon“- oder den „Surf“-Vertrag von htp entscheiden, erhalten dauerhaft 10 Prozent. Wer an einem solchen Glasfaseranschluss interessiert ist, kann sich ganz einfach auf der htp-Webseite in ein zur Verfügung gestelltes Kontaktformular eintragen.

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