Stimmabgabe per Telefon – Fernsehsender verdienen Millionen

Smart TV - Sicherheitslücken ohne Ende

„Wie heißt die abgebildete Schauspielerin?„, Was halten Sie von der Hundesteuer?„, „Gewinnen Sie, indem Sie uns folgende Frage beantworten…„, solche oder ähnliche Aufforderungen hören Fernsehzuschauer immer öfter. Gewinnspiele und Abstimmungen per Telefon sind insbesondere für Privatsender zu einer alternativen Einnahmequelle geworden. Die interaktive Stimmabgabe, etwa über 0190- oder 01379-Rufnummer kostet jedoch oft mehr als 50 Cent pro Einheit (noch teurer ist ein Anruf vom Handy!) und die Sender erreichen mit den Anrufen der Zuschauer Millionenumsätze. Der Münchner Privatsender „Neun Live„ finanziert sich ausschließliche von den Anrufen seiner Zuschauer. Die telefonische Teilnahme an einer Quizsendung kostet die Anrufer 49 Cent je Telefoneinheit. Im vergangenen Jahr hat der Sender nach eigenen Angaben mit 130 Millionen gebührenpflichtigen Anrufen 60 Millionen € Umsatz gemacht, der Gewinn beträgt 15 Millionen €.

Mit Gewinnspielen, SMS TV Chats. Abstimmungen und Kandidaten-Hotlines verdienen Privatsender wie RTL und Sat.1 ebenfalls große Summen. „Es handelt sich um ein florierendes Geschäft und dieser Markt wächst.„, sagte eine Sprecherin von RTL New Media und verwies auf die Tatsache, dass ein Anruf für den Zuschauer billiger sei als eine Postkarte.

Auch die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, die sich im Gegensatz zu den privaten Sendern über Gebühren finanzieren, haben den Trend erkannt. Sie bieten Abstimmungen, Gewinnhotlines und Faxabrufe, die zwischen 12 und 62 Cent kosten. Wie hoch der Gewinn sei, könne man nicht sagen, teilte ein ARD-Sprecher mit. Mit dem Geld werde der Aufwand gedeckt und Überschüsse kämen dem Programm zugute.

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