Kostenlos surfen mit xxl sunday – T-Com will „alte“ xxl-Tarife vorerst unverändert fortführen

Telekom

Nur Bestandskunden haben das Vergnügen an ihrem T-Net- oder T-ISDN-Anschluss die alten xxl-Optionstarife T-Net xxl sunday und T-ISDN xxl sunday nutzen zu dürfen. Diese „alten„ xxl-Tarife können seit dem 01. Oktober 2003 nicht mehr beantragt werden und wurden durch die „neuen„ xxl weekend-Tarife abgelöst.

Die „alten„ und auch die „neuen„ xxl-Tarifen versprechen kostenlose Festnetz-Telefonate innerhalb Deutschlands. Der Unterschied besteht unter anderem darin, dass mit den „alten„ xxl sunday-Tarifen an Sonn- und bundeseinheitlichen Feiertagen auch kostenlos im Internet gesurft werden kann.
Durch die Einwahl über eine deutsche Festnetz-Rufnummer, eine sogenannte Ortseinwahlnummer, sind Internetverbindungen für T-Com-Kunden mit dem „alten„ xxl ebenfalls kostenlos. So hatte T-Com das jedoch nicht geplant und kündigte an, keine Neuanmeldungen mehr zu ermöglichen.

Statt dessen sollten Kunden den „neuen„ xxl weekend-Tarif wählen und auch xxl-Bestandskunden wurde der Wechsel zu T-Net xxl weekend oder T-ISDN xxl weekend nahegelegt. Mit diesen Optionstarifen der Deutschen Telekom sind zwar zusätzlich an Samstagen Gespräche in dem deutschen Festnetz kostenlos, Internet-Verbindungen werden jedoch berechnet.
Um das zu realisieren, setzte die Deutsche Telekom eine sogenannte Blacklist ein, auf der alle bekannten Ortseinwahlnummern aufgeführt werden. Kommt eine Internet-Verbindung über eine dieser Nummern zustande, werden dafür die entsprechenden Telefongebühren der Telekom fällig, und die können bis zu 4,5 Cent pro Minute betragen.

Entgegen vieler Vermutungen stellte die Deutsche Telekom bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) einen Antrag auf Verlängerung der „alten„ xxl-Optionstarife, denn die bisherige Genehmigung läuft mit dem heutigen Tag aus. Jedoch sollten die Tarife nicht in der bekannten Form bestehen bleiben. Ab dem 01. Dezember würden Onlineverbindungen über Ortseinwahlnummern mit 1,6 Cent pro Minute berechnet, dafür verringere sich zum selben Zeitpunkt die Grundgebühr für einen T-Net- oder T-ISDN-Anschluss mit xxl sunday, berichtete ein Telekom-Sprecher. (News vom 13.08.2004)

Das Warten auf die Entscheidung der Regulierungsbehörde scheint nun jedoch ein überraschendes Ende gefunden zu haben. Wie uns der T-Com-Pressesprecher Walter Genz mitteilte, sei sein Unternehmen der Ansicht, dass die Regulierungsbehörde aufgrund des neuen Telekommunikationsgesetzes künftig neue Tarife und Änderungen nicht mehr genehmigen müsse und nur eingreife, wenn T-Com seine marktbeherrschende Stellung ausnutze. Deshalb werde T-Com die „alten„ xxl-Tarife zunächst unverändert fortführen. Sobald das Unternehmen die technischen Voraussetzungen geschaffen habe, wolle es auch für diese Optionstarife eine Blacklist erstellen und Internet-Verbindungen über die bekannten Ortseinwahlnummer in Rechnung stellen. Bevor jedoch Änderungen an den xxl sunday-Tarifen vorgenommen würden, werde der Kunde mit einer 6-wöchigen Frist informiert. In diesem Zeitraum können Kunden gegen das Vorhaben des Unternehmens Widerspruch einlegen.

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