Weniger Funklöcher – E-Plus nutzt neue Frequenzen

eplus

Die Groupe Spécial Mobile (GSM), von Unternehmensvertretern der Telekommunikationsbranche gegründet, legte einen europäischen Standard für ein Mobilfunknetz fest und 1992 wurde er nach Testversuchen eingeführt. Die daraus resultierenden digitalen GSM-Netze bieten eine hohe Sprachqualität und zahlreiche zusätzliche Möglichkeiten. Hierzulande starteten die Deutsche Bundespost und das private Unternehmen Mannesmann zwei GSM-Netze. Daraus wurden T-Mobile (D1) und Vodafone (D2). Sie realisieren ihre Angebote in dem D-Netz (GSM 900), dem ein Frequenzbereich zwischen 890 MHz und 960 MHz zugeteilt ist. Später kam das E-Netz (GSM 1800) mit Frequenzen zwischen 1710 MHz und 1880 MHz hinzu. Das war die Basis für das Angebot von E-Plus (E1) und VIAG Interkom (E2), die nun o2 Germany heißt und Quam, der den Betrieb aufgeben musste.

Die Mobilfunknetze in dem E-Netz unterscheiden sich von denen in dem D-Netz durch eine geringere Sendeleistung. Sie beträgt nur 1 Watt statt 2 Watt von dem Handy und 10 Watt statt bis zu 50 Watt von den Mobilfunk-Sendestationen. Das schont zwar die Ressourcen des Handyakku, macht aber auch den Aufbau von mehr Sendestationen nötig, um ein flächendeckendes Mobilfunknetz zu gewährleisten und alle Kunden mit Sendesignal zu versorgen.

Um die Chancengleichheit in dem Mobilfunkmarkt zu gewährleisten, hat die Bundesnetzagentur den Betreibern in dem E-Netz nun auch Frequenzen aus dem D-Netz zugeteilt. Das sogenannte E-GSM-Bänder (Erweiterungsband GSM) wurde bisher militärisch genutzt. Weil aber Bedarf in dem Mobilfunk bestand, verzichtet das Bundesministerium für Verteidigung auf 2 mal 10 MHz. Die Frequenzen zwischen 880 MHz und 890 MHz sowie 925 MHz und 935 MHz wurden zu gleichen Teilen den Netzbetreibern E-Plus und o2 zugeteilt. Im Gegenzug mussten sie Frequenzen aus dem E-Netz freigeben.

Für die Kunden von E-Plus und o2 bedeutet das, dass sie eine bessere Netzabdeckung zu erwarten haben. Keinen Empfang in einigen Gebieten zu haben, wird Kunden von E-Plus jetzt weniger häufig passieren, denn der Mobilfunk-Netzbetreiber nutzt inzwischen die neuen Frequenzen um den Bereich 900 MHz. Kunden des Netzbetreibers o2 werden in solchen Fällen jedoch vorerst weiterhin automatisch in das Mobilfunknetz von T-Mobile umgeleitet, bis auch dieser Netzbetreiber die neuen Frequenzen nutzt. Neue Handys müssen sich die Kunden nicht anschaffen, alle moderneren GSM-Geräte unterstützen mindestens den Betrieb mit dem GSM 900- und dem GSM 1800-Standard (Dualband-Handy).

Update vom 02.08.2006

Auch o2 hat nun begonnen, die neu zugeteilten Frequenzen um den Bereich 900 MHz zu nutzen.

Mehr Informationen

Discount-Handytarife – Vergleich
Prepaid-Karten (Guthabenkarten) – Vergleich

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


5 × 4 =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Mehr Verbraucherschutz - Verkürzung von Vertragslaufzeitungen

Mehr Verbraucherschutz

Verkürzung von Vertragslaufzeitungen

Das Justizministerium will Verbraucher in Zukunft besser schützen. Die geplanten Änderungen betreffen unter anderem Vertragslaufzeiten, die deutlich gekürzt werden sollen. Darüber hinaus sollen Verträge, die am Telefon geschlossen werden, in Zukunft schriftlich bestätigt werden müssen. […]

Mobile Connect – handybasiertes Login-Verfahren für mehr Sicherheit

Mobile Connect

handybasiertes Login-Verfahren für mehr Sicherheit

Der Login-Dienst Mobile Connect der drei Mobilfunkanbieter Telekom, Telefónica und Vodafone bietet eine sichere und einfache Authentifizierung, die vor Passwort- oder Identitätsdiebstahl schützt. Durch das handybasierte Login-Verfahren entfällt die Sicherheitslücke „Passwort“. […]

Hass im Netz – jeder fünfte Deutsche war schon einmal betroffen

Hass im Netz

jeder fünfte Deutsche war schon einmal betroffen

Eine Forsa-Umfrage zeigt, dass bei vielen Deutschen Unwissenheit über das Thema Cybermobbing besteht. Aus der Umfrage geht außerdem hervor, dass bereits jeder fünfte Deutsche schon einmal selbst von Mobbing im Internet betroffen war. Am häufigsten werden junge Personen zum Opfer. […]