Angebliche Naturkatastrophe – Sturm im Wasserglas mit Gefahrenpotenzial

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Wie der Wetterdienst zum 7.04.2007 berichtete, werden in Deutschland in der nächsten Zeit Überschwemmungen erwartet, heißt es in der eMail. Besonders gefährdet seinen die Gebiete an der Elbe, aber auch der westliche Teil Deutschlands könne betroffen sein. Die Bevölkerung solle Maßnahmen ergreifen. Um sich über die entsprechenden Maßnahmen zu informieren, soll der Empfänger den aufgeführten Link anklicken. Bereits vor etwa zwei Monaten erhielten etliche Internet-Nutzer eine ähnliche eMail. Damals wurde vor einem Zyklon und Temperaturabsenkungen auf minus 45 Grad, begleitet von Schneestürmen gewarnt.

Eine solche Nachricht veranlasst den Empfänger natürlich zur Sorge, niemand will schließlich bei 45 Grad unter Null erfrieren oder sein Hab und Gut in einer Flut verlieren. Außerdem nennt sich der Absender Wetterdienst Deutschland, genaueres Hinsehen enthüllt also den auf den ersten Blick seriösen Anschein einer in Dringlichkeit verfassten Warnmeldung. Und auch der zurate gezogene Header der eMail gibt einige Informationen preis, die den letzten Zweifel an der Nichtigkeit dieser Meldungen tilgen. Von dem Deutschen Wetterdienst (DWD) wurden diese Warnmeldungen jedenfalls nicht ausgegeben.

Tatsächlich muss sich derzeit wohl niemand Sorgen um eine kurz bevorstehende Naturkatastrophe in Deutschland machen. Diese und andere eMails ähnlicher Machart dienen nämlich nur einem Zweck. Der Nutzer soll dazu gebracht werden, auf den enthaltenen Link zu klicken. Ist das gelungen und der Nutzer besucht die verlinkte Internetseite, versucht diese, bösartige Software auf seinem Computer zu installieren. Nutzer, deren Antivirenprogramm veraltet ist, haben dann ein großes Problem. Aber auch gesicherte Systeme sind vor Angriffen von außen nicht immer völlig gefeit. Generell gilt, lieber einmal mehr bei dem vermeintlichen Absender telefonisch nachfragen, als einmal zu viel auf einen zugesandten Link klicken.

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