Betrugsverdacht gegen eBay-Powerseller – Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Selectronica

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Unter diversen Benutzernamen soll die Selectronica GmbH, ein Unternehmen aus Frankfurt a.M., bei dem Onlineauktionshaus eBay gehandelt haben. Mit dem Verkauf von Elektrogeräten, Bad-Armaturen und Fahrrädern soll die Firma sehr erfolgreich gewesen sein. Nach eigenen Angaben zählte sie seit dem Jahr 2005 zu den erfolgreichsten professionellen Verkäufern bei eBay. Doch nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt a.M. gegen das Unternehmen. Die Selectronica GmbH habe vermutlich Kunden betrogen und eine Insolvenz verschleppt. Bei der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main seien in den letzten Monaten bis zu 200 Anzeigen von Kunden des Händlers eingegangen, informierte die Staatsanwaltschaft. Angeblich haben Käufer bei der Rückgabe von Waren kein Geld von der Selectronica GmbH erhalten. Nach Angaben des Onlineauktionshauses eBay lieferte der Händler auch andere als die bestellten Artikel und es beschwerten sich Kunden, dass sie keine Ware erhalten hatten.

In der Wertung bei eBay sei der Händler deshalb seit Mai 2008 herabgestuft worden. Geschäfte habe er nur noch über das eBay-eigene Bezahlsystem PayPal machen dürfen, mit dem ein Käuferschutz gewährleistet werden soll. Damit können Kunden sicher sein, dass sie ihr Geld zurückbekommen, wenn mit der Lieferung oder der Ware etwas nicht in Ordnung sein sollte. Es ist eine Absicherung gegen Verluste, wie man sie zum Beispiel von Firmen kennt, die Außenstände an ein Factoring-Unternehmen verkaufen. Die Firma selbst kann unmittelbar über das Geld verfügen, auf das sie wahrscheinlich noch länger hätte warten müssen. In beiden Fällen, bei eBay-Kunden und bei Firmen, steht ein Mehr an Sicherheit im Vordergrund. Am 13. Juni seien schließlich alle Mitgliedskonten der Selectronica geschlossen worden. Man arbeite mit den Behörden zusammen, versicherte eine Unternehmenssprecherin von eBay. Das Unternehmen sei durchsucht und diverse Unterlagen beschlagnahmt sowie Daten gesichert worden. Die müssten nun ausgewertet werden, sagte die Staatsanwaltschaft.

Quelle: Welt-Online

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