Keine Email vom Finanzamt – Spam lockt mit Steuerbescheid und ELSTER-Verfahren

Virus

Die Spam-Versender lassen ihre Emails häufig so klingen, als stammen sie von Behörden oder renommierten Unternehmen. Das soll die Empfänger veranlassen, vertrauensvoll darauf zu reagieren. Aber insbesondere diese Stellen würden niemals entsprechende Aufforderungen oder persönliche Daten per Email an ihre Kunden oder an die Bürger versenden.

So wurde manch einer schon aufgefordert, unter Preisgabe seiner persönlichen Daten seine Kreditkartendaten zu bestätigen, sein PayPal-Konto zu entsperren oder die Rechnung im Anhang zu überprüfen. Alle diese Emails hatten zum Zweck, persönliche Daten abzugreifen (Phishing) oder Schadsoftware auf die Computer der Empfänger zu schleusen. Der Verbraucher sollte entsprechend auf solche Emails reagieren und sie möglichst ungelesen in den virtuellen Papierkorb befördern.

Das ist auch ratsam, wenn eine Email eintrifft, die angeblich einen Steuerbescheid im Anhang enthält. Vor dieser Masche warnt derzeit das Bayerische Landesamt für Steuern (BayLfSt). Die Behörde erklärt, dass massenhaft Emails versendet werden, die in dem Betreff Hinweise auf das ELSTER-Verfahren enthalten. Die Betreff lauten in etwa so: „ELSTER Steuerverwaltung“ oder „2011/12 ELSTER Finanzamt 2012″.

Dass es sich dabei um eine Fälschung handelt, ist unter anderem an der Absender-Emailadresse zu erkennen. Dafür werden beliebige Emailadressen von Privatpersonen und Unternehmen verwendet. Ein anderer deutlicher Hinweis darauf, dass es sich nicht um Emails des Finanzamtes handelt ist der Inhalt. Der Empfänger wird nämlich darauf hingewiesen, dass von seinem Finanzamt bzw. seiner Steuerverwaltung „über das Verfahren ELSTER eine verschlüsselte Datei (Einkommensteuerbescheid) zur Abholung bereitgestellt„ wurde und dieser als PDF-Datei im Anhang zu finden sei. Von dem Öffnen dieser Datei ist jedoch abzuraten. Sie enthält ein Computerschädling, der auf dem Computer des Nutzers abgelegt werden würde.

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