Online-Sprechstunde bei DrEd – Virtuelle Arztpraxis für echte Patienten

onlineshopping

Viele Menschen fühlen sich ständig unter Zeitdruck. Termine sind wahrzunehmen, Verpflichtungen zu erfüllen und sogar die Freizeit muss geplant werden. Das Internet passt deshalb gut zu den Bedürfnissen der modernen Menschen. Mit wenigen Klicks sind Weihnachtsgeschenke gekauft, Informationen eingeholt und Verabredungen getroffen. Das Angebot von DrEd.com fügt sich nahtlos in die Idee des schnellen Erledigens von Notwendigkeiten. Denn um einen Arzt aufzusuchen, muss sich sich der Nutzer nicht mehr auf den Weg in die Arztpraxis machen. Auch die Zeit im Wartezimmer entfällt und eventuell nötige Medikamente werden dem Patienten einfach zugeschickt. Das klingt insgesamt sinnvoll und fortschrittlich. Verbraucherschützer haben jedoch Bedenken.

Wer als Patient zu DrEd kommt, tut dies auf elektronischen Wege über das Internet. Auf der Webseite der Online-Arztpraxis legt der Kunde mit seiner Anmeldung zunächst eine „Patientenakte„ an. Dann beantwortet der Kranke einige Fragen, zum Beispiel zu Symptomen und der Vorgeschichte, und sendet den Ärzten eventuell ein Foto des Problems. Es gibt eine eingeschränkte Themenauswahl, beispielsweise Bluthochdruck, Aknebehandlung, Blasenentzündung oder sexuell übertragbarer Infektion. Innerhalb der nächsten Stunden bekommt der Ratsuchende eine Antwort. Wird eine Diagnose gestellt, gibt es dazu einen Behandlungsvorschlag. Ist aus der Ferne nach Ansicht der Ärzte keine Diagnose möglich, wird der Kranke an einen örtlichen Arzt verwiesen.

Entscheidet sich der Patient, DrEds Behandlungsvorschlag anzunehmen, zahlt er eine privatärztliche Gebühr in Höhe von 9,- bis 29,- €. Dann wird er nochmals eingehender zu seinem Problem befragt, erhält Hinweise zur Einnahme des verschriebenen Medikamentes und auf Wunsch zusätzlich einen Arztbrief an seinen Hausarzt. Schließlich bekommt der Kunde ein Rezept, das ihm zugeschickt oder gleich an eine Onlineapotheke weitergeleitet wird. Normalerweise liegt ihm das nach zwei bis drei Werktagen vor.

Die beiden deutschen Ärzte, die in der virtuellen Praxis ihre telemedizinischen Leistungen anbieten, sind Dr. med. Jasper Mordhorst (Innere- und Allgemeinmedizin) und Sebastian Winckler (Allgemeinmedizin). Sie praktizieren von London aus in deutscher und englischer Sprache. Von seinem Konzept behauptet das Praxisteam, insbesondere für Patienten mit wenig Zeit, schlechter örtlicher Versorgung oder prekären Problemen vorteilhaft zu sein. Minderjährige werden hingegen nicht behandelt und bei akuten Erkrankungen ist sicherlich auch eher der Gang zu einem örtlichen Mediziner sinnvoll. Die Stiftung Warentest hat DrEd übrigens kürzlich getestet. Ihr Eindruck ist negativ. Den Testpatienten seien zu wenige Fragen gestellt worden und in nicht eindeutigen Fällen sei das Risiko der Falschbehandlung zu groß.

Weitere Informationen

Internetgebühren
Unterwegs Internet

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


10 + sieben =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Kleinanzeigenportal – Polizei warnt vor angeblichen PayPal-Zahlungen

Kleinanzeigenportal

Polizei warnt vor angeblichen PayPal-Zahlungen

Aktuell warnt die Polizei Niedersachsen vor einer Internetbetrugsmasche, die bereits seit längerer Zeit bekannt ist. Die Betrüger täuschen bei einem Kleinanzeigenportal gefälschte PayPal-Bezahlungen vor. Das Geld wird bei dem betroffenen Verkäufer jedoch nie auf dem Konto eingehen. […]

Home-Router im Test – erhebliche Sicherheitsmängel bei vielen Geräten

Home-Router im Test

Erhebliche Sicherheitsmängel bei vielen Geräten

Sicherheitsforscher des Frauenhofer-Instituts haben 127 Home-Router unter die Lupe genommen und auf verschiedene Sicherheitsaspekte geprüft. Keines der getesteten Geräte war frei von Schwachstellen. Im Gegenteil: einige Router weisen sogar erhebliche Sicherheitsmängel auf. […]

Digitalisierung – Tiefgreifende Veränderung im Unterricht ist notwendig

Digitalisierung

Tiefgreifende Veränderung im Unterricht ist notwendig

Während der Corona-Krise hat sich erneut deutlich gezeigt, dass die Digitalisierung an Schulen in Deutschland nicht ausreichend ist. Neben der Bereitstellung von Hard- und Software, werden ebenfalls ein guter technischer Support sowie Weiterbildungen für die Lehrkräfte benötigt. […]

Adobe Flash Player – Software zerstört sich am 31. Dezember 2020 selbst

Adobe Flash Player

Software zerstört sich am 31. Dezember 2020 selbst

Vor drei Jahren wurde das Ende des Adobe Flash Players angekündigt. Am 31. Dezember dieses Jahres ist nun endgültig Schluss. Ab dem Jahr 2021 kann die Software nicht mehr verwendet werden. Die Entwickler empfehlen Nutzern den Flash Player bereits vor diesem Datum rückstandlos zu deinstallieren. […]