Ebenso wie für Musik, Filme und PC-Software existiert ein Schwarzmarkt für Android-Apps. Wer nicht die in dem regulären App-Market Google Play von den App-Entwicklern verlangten Preise für eine App zu zahlen will und keinen illegalen Download scheut, kann sich in sogenannten Blackmarkets umsehen. Die parallel existierenden Blackmarkets funktionieren für den Nutzer ähnlich wie der Original-Android-Market. Dort werden Apps zum Download angeboten. Allerdings sind dort auch geknackte Versionen von Apps kostenlos zu bekommen, die normalerweise Geld kosten.
Das US-Justizministerium, das FBI sowie die französischen und niederländischen Strafverfolgungsbehörden haben gemeinsam dafür gesorgt, dass drei der bekannten Blackmarkets geschlossen wurden. Die Webseiten von Applanet.net, Appbucket.net und Snappzmarket.com wurden gesperrt. Besucher sehen nun einen Hinweis, dass die Domain wegen Copyright-Verstößen von dem FBI beschlagnahmt wurde. Auch auf die im Ausland stehenden Server, auf denen die .apk-Dateien gespeichert waren, konnten sich die Behörden Zugriff verschaffen. Wie viele Apps in den drei Markets zum Download bereitstanden, wie hoch der verursachte Schaden ist und weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.
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