Cyber-Attacke auf Telekom – DNS-Server zur Spam-Abwehr angegriffen

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Für Unternehmen, insbesondere für die großen, ist die Gefahr eines Cyber-Angriffs in den letzten Jahren erheblich angestiegen. Aus den unterschiedlichsten Motiven greifen Cyberkriminelle die Computernetzwerke der Unternehmen an. Ein Drittel der Führungskräfte verzeichnen bereits IT-Angriffe auf ihr Unternehmen. Das geht aus dem aktuellen „Cyber Security Report 2012„ des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor. Weil manches Unternehmen eine IT-Attacken wohl lieber nicht an die Öffentlichkeit trägt, insbesondere wenn sie für die Angreifer erfolgreich verlief, ist die Dunkelziffer vermutlich hoch. Auch die Telekom bleibt von solchen Angriffen nicht verschont. Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel„ erfolgte auf die Telekom zwischen dem 03. und dem 06. September 2012 ein massiver Hackerangriff. Die Eindringlinge versuchten die DNS-Server lahm zu legen. Das sind Rechner, die die aus Ziffernfolgen bestehenden IP-Adressen zu Domainnamen umwandeln. Die betroffenen Systeme werden von der Telekom, so vermutet das Nachrichtenmagazin, zur Identifizierung von IP-Adressen zur Verminderung des Spam-Aufkommens genutzt.

Die Telekom teilte mit, der Angriff sei „massiv und ungewöhnlich„ gewesen. Das Unternehmen habe die Situation jederzeit unter Kontrolle gehabt. Man habe das Rechenzentrum identifizieren können, von dem der Cyber-Angriff ausging und den Betreiber informiert. Weil der aber nicht reagiert habe, erstattete die Telekom Anzeige wegen „Angriffs auf kritische Infrastruktur“. Das Bundeskriminalamt ermittelt nun.

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