Gefälschte Groupon-Rechnungen – Emails enthalten Schadsoftware und Kundendaten

Angebliche Groupon Rechnung per Email enthaelt Schadcode

Seit einigen Tagen berichten vermehrt Kunden des Rabattcoupon-Portals Groupon von zweifelhaften Emails. Darin wird erklärt, der Anhang dieser Email sei eine Rechnung für die Nutzung von Groupon für den Zeitraum von mehreren Monaten. Es sei ein Betrag angefallen, der innerhalb von wenigen Tagen zu begleichen sei. Der Abrechnungszeitraum, die Höhe des Betrages, der Wortlaut des Textes und auch die Absenderadresse variieren. Der Empfänger wird aber immer bei seinem Namen genannt.

Die Email stammt nicht von dem Unternehmen Groupon und es ist auch keine Abrechnung, die als Anhang versendet wird. Inzwischen hat Groupon reagiert und warnt unter anderem in seinem Unternehmens-Blog davor, den Anhang zu öffnen. Es handelt sich dabei nämlich um Schadsoftware. Groupon versende keine Rechnungen an Kunden per Email, erklärt das Unternehmen und bittet seine Kunden um Mithilfe. Bei Erhalt einer solchen Email möchte der Kunde sie bitte an abuse@groupon.de weiterleiten, falls dies möglich sei, oder zumindest einen Screenshot der Email senden. Auf die Frage, woher den Versendern der Schadcodes die Kombination aus der bei Groupon hinterlegten Kunden-Emailadresse und dem realen Namen des Kunden bekannt ist, wurde bisher keine Antwort gegeben.

Update vom 09.03.2013

Im telespiegel-Forum findet inzwischen ein Erfahrungsaustausch von Betroffenen statt.

Update vom 17.06.2013

Gegenüber heise Security erklärte Groupon, es habe keinen Einbruch in die Systeme gegeben und das Unternehmen habe keine Daten seiner Nutzer weitergegeben. Die interne Untersuchung dauere aber noch an.

Weitere Informationen
Online-Shopping
Gratis Antivirus Vergleich

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


fünfzehn + zehn =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Brexit-Falle – Zusatzkosten beim Einkauf in britischen Onlineshops

Brexit-Falle

Zusatzkosten beim Einkauf in britischen Onlineshops

Aktuell häufen sich die Beschwerden von Verbrauchern, die Ware in britischen Onlineshops bestellt haben. Häufig fallen hohe Zusatzkosten an, da das Land nicht mehr zum EU-Binnenmarkt gehört. Die Händler informieren die Kunden meist jedoch nicht ausreichend über die zusätzlichen Kosten. […]

Zyklus-Apps – Intime Daten häufig ungefragt an Dritte weitergegeben

Zyklus-Apps

Intime Daten häufig ungefragt an Dritte weitergegeben

Millionen Frauen weltweit geben regelmäßig hochsensible Daten in Zyklus-Apps ein. Diese Daten werden jedoch nicht ausreichend geschützt und häufig ungefragt an Dritte weitergegeben. Dies zeigt eine Analyse von Forschern der Newcastle University und der Umeå University. […]

Fake Pop-Up-Fenster – BNetzA schaltet Rufnummern konsequent ab

Fake Pop-Up-Fenster

BNetzA schaltet Rufnummern konsequent ab

Die Bundesnetzagentur warnt vor falschen Pop-Up-Fenster-Fehlermeldungen und schaltet weiterhin konsequent Rufnummern ab, die dort für vermeintliche Hilfe angegeben werden. Hinter den Fake Pop-Ups stecken Betrüger, die Verbraucher zu einem teuren Reparaturauftrag drängen wollen. […]