Studie – Tatsächliche Übertragungsgeschwindigkeit von Internetanschlüssen

voip

Endkunden sollen den Umfang und die Qualität von Telekommunikationsdiensten einfach miteinander vergleichen können. Aus diesem Grund darf die Bundesnetzagentur unter anderem eigene Messungen anstellen. Zwischen Juni und Dezember letzten Jahres hat die Behörde vor diesem Hintergrund eine Studie zur Dienstequalität von breitbandigen Internetzugängen durchgeführt. Auf der Grundlage von technologie- und anbieterübergreifenden Messungen wollte man ein Abbild der angebotenen und der tatsächlich verfügbaren Datenübertragungsraten erhalten. In dem Zeitraum wurden mithilfe einer Software, die von den teilnehmenden Internetkunden über das Internet genutzt wurde, 226.543 verwertbare Einzelmessungen vorgenommen. Außerdem erfolgten Messungen über zahlreiche Messstationen in Deutschland. Es zeigte sich, dass es die geringsten Abweichungen zwischen von dem Anbieter versprochener und tatsächlicher Downloadrate bei den Kabelnetzbetreibern gab.

Unabhängig von der Anschlussart fiel auf, dass die prozentuale Abweichung bei einigen Bandbreitenklassen höher als bei anderen war. Bei Anschlüssen mit Bandbreiten von unter 2 Mbit/s gab es beispielsweise durchschnittlich geringere Abweichungen als bei denen mit höheren Bandbreiten, also 50 bis 100 Mbit/s bei Kabelanschlüssen, 25 bis 50 Mbit/s bei stationären LTE-Anschlüssen und acht bis 18 Mbit/s bei DSL-Anschlüssen.

Ob sich der Internetanschluss in einer ländlichen, halbstädtischen und städtischen Region befand, machte sich kaum durch einen Unterschied bemerkbar. Insgesamt war die Differenz in städtischen Regionen aber geringer. Das gilt jedoch nicht für stationäre LTE-Anschlüsse, bei denen in den städtischen Regionen eine niedrigere Bandbreite gemessen wurde. Von der Tageszeit war der Leistungsabfall nicht bei den DSL-Anschlüssen, aber bei den Kabelnetzbetreibern und den Mobilfunknetzen abhängig. Insbesondere Abends verringerte sich die Datenübertragungsrate um bis zu 10 Prozent. In der Laufzeitmessung schnitten die Kabelanschlüsse insgesamt schlechter als die DSL- und LTE-Anschlüsse ab. Eine Zusammenfassung des Studienergebnisses wurde auf der Internetseite der Initiative Netzqualität veröffentlicht.

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