Drohnen-Lieferservice – es geht wirklich los!

Drohnen-Lieferservice

Amazon spielt schon seit mehreren Jahren mit den Gedanken und lässt die Öffentlichkeit an Testerfolgen teilhaben: die Paketzustellung per Drohnen. Ähnliches erforscht derzeit auch Google. Nachdem die Entwicklung bei Amazon relativ weit vorangeschritten zu sein scheint, kommt nun von staatlicher Seite in den USA die Vorlage für ein rechtliches „Go!“. Der zuständige Ausschuss im Senat der Vereinigten Staaten hat einen Gesetzesentwurf gebilligt, der die Landschaft der Zustelldienste nachhaltig verändern wird.

US-Senat lässt private Zustelldienste per Drohne zu

Das gesamte Gesetz bezieht sich auf Details im Luftverkehr. Ein Abschnitt ist jedoch interessant für die Vorhaben von Amazon und anderen Unternehmen. Darin wird die Flugsicherungsbehörde in den USA berechtigt, mehr Ausnahmeregelungen für Drohnenflüge zu erlauben und diese auch nachts fliegen zu lassen. Dieser kurze Abschnitt ermöglicht es der Behörde nun, Fluganfragen von privaten Lieferdiensten zu erlauben.

Unterstützt wird dies durch einen angenommenen Änderungsantrag, der explizit Drohnen nennt und ein Lizenzierungsverfahren vorschlägt. Damit bekommen private Zustelldienste per Drohne erstmals eine landesweit geltende Rechtsgrundlage. Entsprechende Fluglizenzen sollen dem Gesetzesvorschlag nach ab 2018 verfügbar sein.

Drohnen: Amazon steht in den Startlöchern

Damit geht es wirklich los: Amazon und andere Anbieter erhalten die rechtlichen Rahmenbedingungen, um einen Lieferservice per Drohne zu realisieren. Läuft dieser erst einmal in den USA werden andere Länder voraussichtlich zügig nachziehen.

Allerdings bedeutet dies, dass es auch neue Sicherheitsanforderungen geben wird. Die bisherigen Regelungen, wie sie beispielsweise in Deutschland existieren, reichen nicht mehr aus. Denn in vielen Ländern sind Drohnenflüge verboten, die ohne direkten Sichtkontakt zwischen Piloten und Drohne stattfinden. Zusätzlich wirft der neue Luftverkehr auch Fragen der Flugsicherungen auf und nicht zuletzt die Themen Datenschutz und Pilotenfähigkeiten.

Für Amazon und die anderen Drohnenzulieferer bedeutet das neue Gesetz aber den Start in eine neue Post-Ära. Zukünftig können Pakete einfach online bestellt werden und kommen dann per Drohne direkt ins Haus. Vor diesem Hintergrund bekommt die Bestrebung Amazons, einen eigenen Lieferservice zu gründen, eine völlig neue Bedeutung. Denn die Zustellung per Drohne wird dann ebenso wie die normale Paketlieferung zum Angebot gehören. Das Gesetz muss zwar noch durch den Senat, öffnet aber das Tor in die Zukunft der Paketzustellung.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


zwei × 2 =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Brexit-Falle – Zusatzkosten beim Einkauf in britischen Onlineshops

Brexit-Falle

Zusatzkosten beim Einkauf in britischen Onlineshops

Aktuell häufen sich die Beschwerden von Verbrauchern, die Ware in britischen Onlineshops bestellt haben. Häufig fallen hohe Zusatzkosten an, da das Land nicht mehr zum EU-Binnenmarkt gehört. Die Händler informieren die Kunden meist jedoch nicht ausreichend über die zusätzlichen Kosten. […]

Zyklus-Apps – Intime Daten häufig ungefragt an Dritte weitergegeben

Zyklus-Apps

Intime Daten häufig ungefragt an Dritte weitergegeben

Millionen Frauen weltweit geben regelmäßig hochsensible Daten in Zyklus-Apps ein. Diese Daten werden jedoch nicht ausreichend geschützt und häufig ungefragt an Dritte weitergegeben. Dies zeigt eine Analyse von Forschern der Newcastle University und der Umeå University. […]

Fake Pop-Up-Fenster – BNetzA schaltet Rufnummern konsequent ab

Fake Pop-Up-Fenster

BNetzA schaltet Rufnummern konsequent ab

Die Bundesnetzagentur warnt vor falschen Pop-Up-Fenster-Fehlermeldungen und schaltet weiterhin konsequent Rufnummern ab, die dort für vermeintliche Hilfe angegeben werden. Hinter den Fake Pop-Ups stecken Betrüger, die Verbraucher zu einem teuren Reparaturauftrag drängen wollen. […]