Funkstörungen – Bundesnetzagentur sperrt fast eine Million Geräte

Funkstörungen - Bundesnetzagentur sperrt fast eine Million Geräte

Insgesamt 986.000 Produkte hat die Bundesnetzagentur im vergangenen Kalenderjahr gesperrt. Grund: Die Produkte verursachten Funkstörungen und elektromagnetische Unverträglichkeiten. Besonders häufig handelte es sich bei den Geräten um sogenannte FM-Transmitter aus China. Diese übertragen zum Beispiel Musik von einem Smartphone auf ein Radio.

Gesperrte Geräte: falsche Frequenzen und mangelnde Sicherheit

Die Transmitter sind ein Problem. Ganze 744.000 Geräte musste die Bundesnetzagentur von diesem Typ sperren. Häufig verwendeten die Hersteller Sendefrequenzen, die in Deutschland nicht erlaubt sind und Störungen verursachen. Einige der Geräte sind jedoch auch unsicher und können Stromschläge verursachen.

Ein weiterer problematischer Gerätetyp sind Funkkopfhörer. Insgesamt 201.000 dieser Kopfhörer musste die Bundesnetzagentur aus dem Verkehr ziehen, weil diese auf sicherheitsrelevanten Funkfrequenzen senden.

Der Boom der Drohnen macht ebenfalls nicht Halt vor zu beanstandender Ware. Rund 20.000 Drohnen hat die Bundesnetzagentur wegen erheblicher Mängel vom Handel ausgeschlossen. Weitere Gerätetypen waren vor allem Handfunkgeräte, drahtlose QI-Ladegeräte, Funksteckdosen und Ultraschallgeräte.

Internethandel als Einfallstor für mangelhafte Ware

Die Bundesnetzagentur sieht die große Zahl kritischer Geräte dem wachsenden Internethandel geschuldet. Die Internationalisierung des Warenverkehrs führt zu mehr Direktimporten von Waren, die den deutschen Bestimmungen nicht entsprechen. Die Behörde kooperiert zur Überwachung mit größeren Online-Shops sowie mit dem Zoll. Allein der Zoll hat der Bundesnetzagentur 10.000 Warensendungen mit insgesamt 270.000 Produkten gemeldet. Fast 90 Prozent der betroffenen Geräte erhielten keine Freigabe für den europäischen Markt.

Diese Zahlen sind nicht nur erschreckend hoch, sie lassen auch eine Dunkelziffer vermuten. Daher sollten Verbraucher sehr genau darauf achten, wo sie welche Produkte bestellen. Viele Shops liefern nicht zugelassene Ware aus China bzw. Fernost. Diese Geräte erfüllen häufig nicht nur nicht die europäischen Normen für Elektrogeräte, sondern können vom Zoll beschlagnahmt werden. Kommt die Ware dennoch an, sind auch gesundheitliche Beeinträchtigungen durch zu starke elektromagnetische Strahlungen oder eine erhebliche Unfallgefahr durch mangelhafte Verarbeitung möglich. So können Käufer ihre scheinbar billigen Geräten am Ende teuer bezahlen.

Mehr Informationen

1 Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


achtzehn − zwei =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Unlimitiertes Datenvolumen – der „Freenet FUNK unlimited“-Tarif

Unlimitiertes Datenvolumen

Der „Freenet FUNK unlimited“-Tarif

Freenet FUNK bietet mit dem unlimited Tarif unlimitiertes LTE-Datenvolumen für 99 Cent pro Tag. Der Tarif wird über eine App gesteuert und kann täglich gekündigt oder gewechselt werden. Es besteht zudem die Möglichkeit, den Tarif bis zu 30 Tage pro Jahr zu pausieren. […]

Avast und AVG – Sicherheitslücke in Anti-Virenprogrammen entdeckt

Avast und AVG

Sicherheitslücke in Anti-Virenprogrammen entdeckt

Sicherheitsexperten entdeckten in den Anti-Virenprogrammen Avast und AVG eine zehn Jahre alte Sicherheitslücke. Nutzer, die nur selten mit dem Internet verbunden sind, sollten die installierte Version überprüfen und gegebenenfalls das herausgegebene Patch installieren. […]

Achtung Betrug - Angebliche Anrufe von Europol und Interpol auf dem Handy

Achtung Betrug

Angebliche Anrufe von Europol und Interpol auf dem Handy

Vermehrt erhalten Handybesitzer englischsprachige Anrufe, die angeblich von den Polizeibehörden Europol oder Interpol kommen. Inzwischen werden auch vermehrt Anrufe in deutscher Sprache vorgenommen. Die Täter behaupten meist, den Betroffenen seien persönliche Daten gestohlen worden und Kriminelle würden diese Daten nutzen, um Straftaten zu begehen. […]