Apple – iPhone erhält „Pause-Funktion“

Apple - iPhone erhält "Pause-Funktion"

Derzeit lädt Apple zu seiner alljährlichen Entwicklerkonferenz. Neben einigen technischen Innovationen fällt insbesondere ein neues Feature des Betriebssystems iOS auf. Es handelt sich um eine Art „Pause-Taste“, über die Nutzer vom „Dauerdaddeln“ am Gerät abgehalten werden sollen. Besonders nützlich ist das neue Feature für Eltern. Denn diese können damit die Bereitschaft des iPhone zeitlich reglementieren. Die neuen Funktionen sind ab iOS 12 auf den Geräten implementiert.

iOS 12: drei Schritte für eine Nutzungsbegrenzung

Technisch geht es um mehrere kleine Funktionen, die für sich genommen nur wenig spektakulär erscheinen. Sie rufen den Nutzern jedoch immer wieder in Erinnerung, wie stark sie an ihr Gerät gebunden sind. Daher bietet Apple eine von Interessenverbänden und einigen Anteilseignern geforderte Reglementierungsfunktion, über die Nutzer das Gerät schneller stumm- oder ausschalten können. Ziel ist es, den Nutzern die enorme Zeitspanne vor Augen zu halten, die sie direkt am Gerät verbringen.

Zum einen führt Apple eine Funktion ein, mit der Nutzer das Gerät schneller ruhigstellen können. Ein Wisch reicht aus, um Klingeln, Vibrationen oder Screen-Infos auszuschalten. Besonders nützlich ist diese Funktion bei einem Date, beim Essen am Familientisch und in ähnlichen Situationen. Die Funktion ersetzt jedoch nicht das reguläre Stummschalten, sondern drängt akustische und optische Hinweise nur in den Hintergrund.

Eine weitere Funktion erlaubt es, die jeweils aktuelle Nutzungszeit einzublenden und Obergrenzen für bestimmte Kategorien einzusetzen. Sobald beispielsweise jemand seine festgelegte Höchstspieldauer erreicht, erscheint eine entsprechende Meldung. Eine Sperre ist diese Funktion jedoch nicht.

Das gilt dagegen für die neuen „Ridiger“. Mit diesen Einstellungen können Eltern das iPhone nur für bestimmte Zeiten aktiv schalten, sodass Kinder abends im Bett beispielsweise nicht mehr ihr Gerät nutzen können. Dieses Feature gehört zur Familienfreigabe und lässt fein granulierte Einstellungen zu.

Warum bietet Apple Selbstbeschränkungshilfen?

Immer wieder zeigen Studien, dass Smartphones zu einer Sucht führen können. Die Geräte werden selbst nachts nicht ausgestellt und liegen trotz potenziell bedenklicher Strahlungswerte direkt auf dem Nachttisch. Zugleich fördert das Dauernutzen der Geräte die Unfallgefahr und mögliche Halswirbelprobleme. Vor diesem Hintergrund mahnen Experten und Verbände, auch eine Gruppe von Apple-Aktionären, bereits länger entsprechende Selbstbeschränkungen an. Apple hat darauf reagiert und bietet diese Funktionen im iOS 12 an. Ähnliches hat bereits Google mit einem Android-Feature versucht. Die Resonanz ist jedoch bislang verhalten, auch weil viele Nutzer die neuste Android-Version wegen veralteter Geräte gar nicht nutzen können. Bei Apple sieht dies anders aus. Die meisten User steigen zeitnah auf die neuesten Versionen des Betriebssystems um.

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