Ökostromrekord – schon 104 Milliarden Kilowattstunden in 2018

Ökostromrekord - schon 104 Milliarden Kilowattstunden in 2018

Laut Medienberichten hat die Bundesnetzagentur einen Rekord vermeldet. Die deutschen Energieerzeuger haben im ersten Halbjahr 2018 bereits 104 Milliarden Kilowattstunden Strom aus regenerativen Quellen in das Netz eingespeist. Das ist eine neue Höchstmenge. Dennoch sind weiterhin konventionelle Kraftwerke erforderlich.

Rekord bei Ökostrom: Erste Hälfte 2018 zeigt Höchstleistung beim Einspeisen

Die erzeugte Menge Ökostrom entspricht einem Anstieg von rund neun Prozent. Den Großteil des Zuwachses haben Windkraftanlagen geleistet. Dazu zählen insbesondere die Offshore-Windparks in der Nordsee und Ostsee. Insgesamt speisten die Erzeuger rund sieben Milliarden mehr Energie aus Windkraft ein als im Vorjahreszeitraum. Bei Solaranlagen und Wasserkraftanlagen gab es dagegen nur geringfügige Zuwächse. Konstant leisten dagegen Biogasanlagen rund ein Fünftel der Ökostromerzeugung.

Bereits 36 Prozent der in Deutschland ins Netz eingespeisten Energie stammt aus regenerativen Quellen. Die Steigerungsrate innerhalb von drei Jahren beträgt ein Drittel der erzeugten Leistung. Seit 2000 hat sich die Einspeisung sogar versechsfacht. Das geht aus Zahlen des Wirtschaftsministeriums hervor. Laut Energiekonzern E.ON reicht die erzeugte Menge Strom inzwischen aus, alle deutschen Privathaushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. Berechnungsgrundlage ist eine Verbrauchsmenge von 2.500 Kilowattstunden.

Begünstigt wurde der Anstieg nicht nur durch einen Ausbau von Ökostromanlagen. Auch das Wetter schlägt zu Buche. So führte der Sturmausläufer Burglind zum Jahresbeginn zu einer Einspeisung von allein 1,1 Milliarden Kilowattstunden, was einer Abdeckung von drei Vierteln des Verbrauchs bedeutet. Weitere Sturmtiefs und wolkenlose Phasen begünstigten die Erzeugung.

Konventionelle Kraftwerke weiter erforderlich

Dennoch ist der Anstieg des regenerativ erzeugten Stroms teilweise ein Problem. Da noch immer Speicherblöcke fehlen, müssen Kraftwerke bei Erzeugungsspitzen gedrosselt oder abgeschaltet werden. Sonst käme es im Stromnetz zu erheblichen Spannungsschwankungen mit Folgen bis zum Ausfall. Die konventionellen Kraftwerke sind aktuell daher erforderlich, um den wachsenden Anteil des Ökostroms zu regulieren und die Spannung im Netz möglichst gleichmäßig hoch zu halten. Bei Wind und Sonne werden sie gedrosselt, bei Windstille und Wolken fährt die Produktion stärker an. Ausführliche Informationen über die aktuelle Entwicklung am Strommarkt bietet die Bundesregierung auf einer eigenen Webseite.

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