Warnung – Firefox sofort auf 58.0.1 updaten!

Firefox

Es gibt eine kritische Sicherheitslücke im Firefox. Der Webbrowser hat offenbar einen schwerwiegenden Programmierfehler in allen alten Versionen. Abhilfe schafft nur ein Update auf die Version 58.0.1. Diese hat Mozilla vor wenigen Tagen veröffentlicht. Nutzer sind nachdrücklich aufgerufen, ein manuelles Update zu starten, sofern sie keine automatischen Aktualisierungen erhalten. Das Computer-Notfallteam der Bundesverwaltung, CERT-Bund, stuft die Lücke als sehr hohes Risiko ein. Nicht betroffen sind die Versionen Firefox 52 ESR und der mobile Browserableger Firefox for Android.

Sicherheitslücke: Webseiten können über Firefox System angreifen

Mozilla spricht selbst ebenfalls von einer kritischen Sicherheitslücke. Der Warnhinweis trägt die Nummer 2018-05 und die Lücke die Kennzeichnung Bug 1432966. Surft ein Nutzer mit dem Firefox auf eine beliebige entsprechend präparierte Webseite, kann ein Angreifer per Cross-Scripting einen Code auf dem Rechner des Nutzers ausführen. Damit ist es möglich, für verschiedene Schadensprogramme den Firefox als Tür zum Endgerät zu missbrauchen.

Die Lücke geht auf die Oberflächenprogrammierung des Browsers zurück. Ein manipuliertes Chrome Privileged Document kann über den Browser direkt auf den Computer zugreifen. Vereinfacht gesagt greift das Dokument dabei auf die Rechtevergabe des Browsers zu. Dabei führt die Datei ein Skript aus, das von einer Webseite aus im Normalfall nicht möglich wäre. Wegen der Sicherheitslücke ist es Angreifern jedoch möglich, dieses Skript mit den Rechten des Geräte-Nutzers automatisch zu starten. Diese Rechte erlauben einen Zugriff auf die Rechnerarchitektur und öffnen so das Tor zur Installation von Malware aller Art.

Firefox-Bug 1432966: Wie können sich Nutzer vor Angriffen schützen?

Nutzer sollten ihren Webbrowser sofort auf den aktuellen Stand bringen. Die neueste, abgesicherte Version ist die 58.0.1 und bei Mozilla abrufbar.

Bisher sind keine Fälle bekannt, in denen Angreifer die Lücke ausgenutzt haben. Es ist jedoch möglich, dass unbedarfte Nutzer bereits Opfer eines Angriffs geworden sind. Grundsätzlich ist beim Schließen solcher Sicherheitslücken daher auch ein Scan des Systems mit einem aktualisierten Virenscanner sinnvoll. Darüber hinaus gelten die üblichen Empfehlungen für das Surfen im Internet: Mit gesunden Menschenverstand fragwürdige Webangebote umgehen und nur mit einem aktuellen Scanner surfen. Speziell sollten keine E-Mail-Links unbekannter Herkunft angeklickt werden. Das Problem bei der aktuellen Sicherheitslücke ist allerdings, dass Angriffe bisher von den Sicherheitsprogrammen noch nicht als solche gewertet wurden.

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