BREKO Marktanalyse19 – Die Nachfrage nach Breitbandausbau steigt

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Für die BREKO Marktanalyse19 wurden im Mai und Juni dieses Jahres 183 BREKO-Netzbetreiber in ganz Deutschland befragt. Konkret wurde die Befragung mit den Führungskräften der Telekommunikationsunternehmen durchgeführt. Die Gesamtinvestitionen in die Breitband-Netzinfrastruktur sind im Jahr 2018 auf 9 Milliarden angestiegen.

Wer investiert in den Glasfaserausbau?

Die Marktanalyse19 zeigt, dass 80 Prozent des Netzbaues ohne staatliche Fördermittel realisiert werden. Im vergangenen Jahr haben die über 190 Netzbetreiber des Bundesverband Breitbandkommunikation so viel in den Telekommunikationsmarkt investiert wie noch nie zuvor. Insgesamt handelt es sich hierbei um Investitionen in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro. Damit investierten die BREKO-Wettbewerber seit 2015 erstmals mehr als die Deutsche Telekom. Die Gesamtinvestitionen in den deutschen Telekommunikationsmarkt sind deutlich angestiegen. Von den BREKO-Netzbetreibern werden rund 56 Prozent aller verfügbaren Glasfaseranschlüsse gestellt. Hiervon wurden rund 80 Prozent aller Ausbauprojekte eigenwirtschaftlich realisiert. Alle deutschen Wettbewerber zusammen sind derzeit für 82 Prozent aller direkten Glasfaseranschlüsse bis mindestens in ein Gebäude verantwortlich.

Weshalb sind Kooperationen beim Glasfaserausbau wichtig?

Aus der BREKO Markanalyse19 geht zudem hervor, dass Kooperationen innerhalb des Glasfaserausbaus immer mehr an Bedeutung gewinnen: „Kooperationen verhindern volkswirtschaftlich unsinnigen Doppelausbau und beschleunigen den flächendeckenden Glasfaserausbau in Deutschland“, betont Telekommunikationsexperte Prof. Jens Böcker. Ziel sei es durch die steigende Nachfrage nach hohen Bandbreiten, in der Stadt und auf dem Land gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. Momentan kooperieren etwas mehr als ein Drittel der BREKO-Netzbetreiber mit einem Partner. Die Marktanalyse zeigt, dass der Anteil in fünf Jahren bei knapp drei Vierteln liegen wird

Wie hat sich die Breitbandnachfrage entwickelt?

Vor allem bei Geschäftskunden steigt die Nachfrage nach hohen, symmetrischen Bandbreiten weiterhin deutlich an. Der Durchschnittliche Bedarf wird im Jahr 2025 bei 1,3 Gigabit pro Sekunde im Download- und bei 1,1 Gigabit pro Sekunde im Upstream liegen. Symmetrische Bandbreiten gewinnen aber auch bei Privatkunden immer mehr an Bedeutung. Bis 2025 wird laut BREKO eine durchschnittliche Nachfrage von 500 Megabit pro Sekunde für Down- und 220 Megabit pro Sekunde für Updates prognostiziert. Mit 20 Prozent verfügte jeder 5. Anschluss im Jahr 2018 über mehr als 100 Mbit pro Sekunde.

Festnetzanschlüsse sind weiterhin beliebt

Die BREKO Marktanalyse zeigt ein weiteres deutliches Ergebnis: Auch in Zukunft werden festnetzbasierte Internetanschlüsse nicht durch qualitativ deutlich schlechtere Mobilfunkanschlüsse verdrängt. „Das Festnetz in Deutschland ist quicklebendig“, so BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers. Die Zahl an Festnetzanschlüssen steigt weiterhin. Lediglich drei Prozent aller Haushalte in ganz Deutschland nutzen ausschließlich einen Mobilfunk für den Internetzugang. Das im Festnetz übertragene Datenvolumen stieg pro Monat und Anschluss auf 128 Gigabit. Bis zum Jahr 2025 prognostiziert BREKO ein Anstieg des Datenvolumens auf durchschnittlich 825 Gigabit pro Monat.

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