Betrug – Gewinnanrufe der Kanzlei Bertelsmann und Kollegen sind falsch

betrug

Immer wieder werden Verbraucher von vermeintlichen Notariaten und Kanzleien wegen eines vermeintlichen Gewinns angerufen, der angeblich bei einem Gewinnspiel gewonnen wurde. Für diese Masche verwenden die Telefonbetrüger verschiedene Telefonnummern. Eine Vielzahl dieser Rufnummern ist bereits bekannt und auf der Webseite des Verbraucherschutzes aufgelistet.

Die Kanzlei Bertelsmann und Kollegen taucht immer wieder auf

Bereits seit mindestens drei Jahren taucht im Zusammenhang mit diesen falschen Gewinnspielen immer wieder die Kanzlei „Bertelsmann und Kollegen“ auf. Schon im Jahr 2017 warnte die Polizei Hamburg vor diesem Notariat und warnte davor, dass es sich um betrügerische Gewinnanrufe handelt.

Wie gehen die Betrüger vor?

Immer häufiger kommt es vor, dass bei den vermeintlichen Gewinnanrufen keine Person am anderen Ende der Leitung ist, sondern ein so genannter Anrufcomputer. Dieser fordert den Angerufenen mehrmals dazu auf die Taste „1“ zu drücken, um mit der Kanzlei Bertelsmann und Kollegen verbunden zu werden. Im Folgenden ein Auszug aus einer Aufzeichnung eines Anrufbeantworters:

„(…) drücken Sie die Taste 1 damit die sich mit der Notarkanzlei Bertelsmann und Kollegen weitergeleitet werden ich wiederhole bitte drücken Sie die Taste 1 damit Sie direkt mit der Notarkanzlei Bertelsmann und Kollegen verbinden werden (…)“.

Der Original Anruf von der Rufnummer 02677-283


Besonders perfide ist, dass die Telefonbetrüger meist ausgedachte Firmenbezeichnungen wählen, die jedoch eine sehr starke Ähnlichkeit zu einer wirklich existierenden Firma aufweisen. Die angeblichen Gewinne liegen meistens immer im sechsstelligen Bereich.

Was passiert, wenn die Taste „1“ gedrückt wird?

Wenn der Angerufene der Aufforderung des Anrufcomputers nachkommt und die Taste „1“ wählt, wird er jedoch nicht mit einem Notar verbunden, sondern mit Betrügern. Hier erhält der Angerufene nun ein Aktenzeichen, dass dem vermeintlichen Notar genannt werden soll. Damit der Gewinn jedoch ausbezahlt wird, muss zunächst Geld für die Kontoführungsgebühren, für den Notar oder für den Transport des Geldes im Voraus überwiesen werden. Es handelt sich hierbei demnach um einen so genannten Vorschussbetrug. Der von den Telefonbetrügern geforderte Geldbetrag soll dann auf eine Bankverbindung in Deutschland oder im Ausland überwiesen werden.

Wie sollten sich Angerufene verhalten?

Das Geld, das einmal überwiesen wurde, um den angeblichen Gewinn zu erhalten, ist für immer verloren. Daher sollte stets ein gesundes Misstrauen an den Tag gelegt werden. Hierzu zählt unter anderem, dass Gewinne nur dann angenommen werden sollten, wenn bewusst an einem Gewinnspiel teilgenommen wurde. Hat der Angerufene nicht an einem Gewinnspiel teilgenommen, kann er auch nicht gewonnen haben. Um herauszufinden, ob die Kanzlei oder das Notariat tatsächlich existiert, sollten sich Verbraucher direkt an die örtliche Notarkammer werden. Denn häufig verfügen die Betrüger auch über Webseiten der vermeintlichen Kanzleien, die täuschend echt und sehr seriös wirken. Wenn es sich nicht um einen Anrufcomputer handelt, sondern um eine Person, sollte der Verbraucher unbedingt die Telefonnummer, den Gesprächsverlauf sowie die Anrufzeit notieren und anschließend eine Anzeige wegen Betrugs bei der Polizei erstatten. Darüber hinaus sollten dubiose Gewinnanrufe der Bundesnetzagentur gemeldet werden. Hier kann jeder Verbraucher eine Beschwerde darüber einreichen, wenn er ohne sein Einverständnis angerufen wurde. Generell gilt, dass niemals persönliche Daten am Telefon preisgegeben werden sollten. Auf dem Smartphone sollten lästige Rufnummern zudem blockiert werden. Auch auf der Seite der polizeilichen Kriminalprävention sind Tipps aufgelistet, wie sich Angerufene in einer solchen Situation verhalten sollten.

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