Klarmobil – Kunden werden belogen und zu Zusatzleistungen gedrängt

Klarmobil SMS

Für das gezielte Täuschen seiner Kunden und die Belästigung durch Telefonanrufe ist der Mobilfunk-Discounter Klarmobil bereits seit längerer Zeit bekannt. Immer wieder kommt es vor, dass Bestandskunden durch scheinbar harmlose Telefongespräche Verträge abschließen, von denen sie gar nichts wissen.

Der aktuelle Fall einer Kundin von Klarmobil

Eine Kundin von Klarmobil hat sich nun an den telespiegel gewandt. Ein Mitarbeiter von Klarmobil rief diese an und fragte, ob sie damit einverstanden sei, eine SMS über ein Angebot zu erhalten. Die Kundin bejahte dies und erhielt daraufhin zwei SMS von ihrem Mobilfunkanbieter. Obwohl der Mitarbeiter in dem vorausgegangenen Gespräch ausdrückte, dass es sich lediglich um Informationen über ein Angebot handle, enthielten die darauffolgenden Nachrichten an die Betroffene folgenden Inhalt:

  1. Sehr geehrter Kunde, gern stellen wir das Zusatzprodukt Save.TV zum 23.01.2020 im Laufe des Tages zur Verfügung. Es gelten die gesetzlichen Widerrufsfristen. Ihr Klarmobil Kundenservice
  2. Lieber Kunde, Sie haben Save.TV gebucht – zeichnen Sie Ihre Lieblinksfilme ab sofort mit dem Tablet, Smartphone oder PV auf. Einfach auf den Link klicken (…), E-Mail Adresse eintragen, Passwort festlegen und los geht es. Bei Fragen beraten wir Sie gern unter 040 348585300. Es gelten die gesetztl. Widerrufsfristen. Ihr Klarmobil Kundenservice

Die Hotline war nur schwer zu erreichen

Die Betroffene versuchte daraufhin zunächst den Kundenservice zu erreichen, wobei sie jedoch kein Glück hatte. Erst am darauffolgenden Tag war die Hotline, nach mehreren vergeblichen Versuchen, zu erreichen. Nachdem die Bestandskundin den Vorfall schilderte, entschuldigte sich die Mitarbeiterin und veranlasste eine Stornierung der angeblich gewünschten Option. Im Anschluss erhielt die Kundin eine E-Mail mit der Kündigung, woraufhin auch die gebuchte Option aus ihrem Account verschwand.

Klarmobil nötigt seine Bestandskunden Zusatzleistungen abzuschließen

Dass es sich bei diesem aktuellen Vorfall um keinen Einzelfall handelt, zeigt die Vergangenheit. Bereits mehrfach ist der Mobilfunk-Discounter durch seine sehr aufdringliche Bestandskundenberatung aufgefallen. Belästigende Telefonanrufe werden dazu genutzt, um den Kunden dazu zu überreden, Zusatzleistungen zu buchen. Hierzu werden die Bestandskunden massiv und bewusst von dem Mobilfunkanbieter unter Druck gesetzt. Besonders dreist ist, dass den Kunden immer wieder falsche Tatsachen vorgespiegelt werden, um sie zu einem Abschluss von Angeboten und Optionen zu nötigen. Auch im aktuellen Fall wurde der Kundin ein Angebot hinzugebucht, ohne, dass sie hierfür zugestimmt hat. Von dem Mitarbeiter wurde per Anruf vorgetäuscht, dass es sich lediglich um Informationen zu einem Angebot handele. Die Kundin wurde demnach wissentlich belogen. Zahlreiche Bewertungen und Kommentare auf Bewertungsportalen zeigen, dass viele Bestandskunden von dieser Masche durch den Mobilfunk-Discounter betroffen sind.

Wie können sich Kunden gegen diese Masche wehren?

Kunden, die eine Zusatzleistung oder einen Vertrag erhalten haben, dem sie nicht zugestimmt haben, sollte umgehend in den ersten 14 Tagen nach dem Telefongespräch handeln. Von den Verträgen sollte schriftlich mittels eines formlosen Widerrufs zurückgetreten werden. Der Widerruf sollte die angebotenen Leistungen auflisten. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen stellt Musterbriefe bereit, mit denen sich Verbraucher gegen den Mobilfunk-Discounter zur Wehr setzen können. Die Kündigung des Vertrags sollte an die E-Mail-Adresse dokumente@klarmobil.de gesendet werden. Der Absender sollten sich den Eingang der E-Mail bestätigen lassen. Bei den Marktwächtern der Verbraucherzentrale kann zudem ein Beschwerdeformular ausgefüllt werden.

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