Smartphone-Konsum – Neun Jahre Lebenszeit werden am Handy verbracht

Smartphone-Konsum – Neun Jahre Lebenszeit werden am Handy verbracht

Dass wir durchschnittlich neun Jahre unseres Lebens damit verbringen, auf unser Smartphone zu schauen, ergab eine Umfrage von WhistleOut. Insbesondere die Handynutzung vor dem Schlafen, kann sich dabei negativ auf die Gesundheit auswirken.

Welche Ergebnisse ergab die Umfrage?

Die Vergleichsplattform befragte insgesamt 1000 Smartphone-Nutzer. Ein Großteil der Kinder erhält heutzutage bereits mit zehn Jahren ein eigenes Handy und nutzt dieses dann rund drei Stunden täglich. Die Millennials, also Personen, die im Zeitraum der frühen 1980er bis späten 1990er Jahre geboren wurden, verbringen sogar ein Viertel ihrer gesamten Zeit am Handy. „Für viele von uns sind die Bildschirme von Smartphones das Erste, was wir uns am Morgen nach dem Aufwachen anschauen, und das Letzte, was wir vor dem Schlafengehen sehen“, erläutert WhistleOut. Circa 3,7 Stunden verbringen Millennials jeden Tag damit, auf das Smartphone zu schauen – dies entspricht ganzen 56 Tagen im Jahr. Personen zwischen 40 und 55 Jahren verbringen etwas weniger Zeit an ihrem Handy, nämlich 3 Stunden täglich. Ungefähr 2,5 Stunden verbringt die noch ältere Generation am Tag an ihrem Smartphone.

Wirkt sich die Handynutzung negativ auf den Schlaf aus?

Der Schlaf und damit langfristig auch die allgemeine Gesundheit werden jedoch durch den übermäßigen Handykonsum geschädigt. Insbesondere die Nutzung vor dem Zubettgehen, verursacht einen unruhigen Schlaf. Dies hat nichts mit einer Überreizung, sondern vielmehr mit dem kurzwelligen Licht zu tun, das genutzt wird, damit Smartphone-Displays hell leuchten. Das Blaulicht hemmt die körpereigene Produktion des Schlafhormons Melatonin. Wird das Gerät vor dem Schlafen länger als zwei Stunden genutzt, sinkt der Melatonin-Wert um 22 Prozent. Dies fanden Wissenschaftler des Lighting Research Center in den USA heraus. Melatonin ist dafür verantwortlich, den Körper in seinen Schlafmodus zu versetzen. Der innere Rhythmus wird durch die Handynutzung im Bett massiv gestört. Die Auswirkungen sind oft erst Jahre später bemerkbar: Mangelnder Schlaf erhöht das Risiko für Fettleibigkeit, Diabetes und Krebserkrankungen. Daher sollte das Smartphone bereits einige Zeit vor dem Schlafengehen beiseitegelegt werden. Wer nicht auf sein Handy verzichten will, sollte zumindest die Helligkeit des Bildschirms deutlich reduzieren. Eine willkommene Alternative zum Schauen von Filmen oder Chatten am Abend, ist das Hören von Hörbüchern oder Podcasts.

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