Achtung, Betrug – Verbraucherzentrale warnt vor Zahlungsaufforderung

Achtung, Betrug – Verbraucherzentrale warnt vor Zahlungsaufforderung

Aktuell erhalten vermehrt Verbraucher per Post eine gefälschte Zahlungsaufforderung von der sogenannten Kuzinarski Energieverwaltung. Die Verbraucherzentrale warnt Betroffene davor, dieser Aufforderung nachzukommen. Denn es handelt sich um eine besonders arglistige Betrugsmasche.

Was steckt hinter der aktuellen Betrugsmasche?

Mehrfach haben sich betroffene Verbraucher bereits sowohl an die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern als auch an die Verbraucherzentrale Brandenburg gewendet. In einem Schreiben, das per Post nach Hause kommt, werden die Betroffenen zu einer Zahlung in Höhe von knapp 80 Euro aufgefordert. In der betrügerischen Zahlungsaufforderung heißt es, „dass aufgrund eines umsichtigen Energieverbrauchs lediglich eine CO₂-Abgabe in Höhe von € 79,84 (inkl. Energiesteuer) für das Jahr 2022 fällig wird“. Dieser Betrag soll binnen einer Woche auf ein Bankkonto bei der Commerzbank überwiesen werden. Dass die gefälschten Zahlungsaufforderungen auf postalischem Weg bei den arglosen Verbrauchern eintreffen, ist besonders hinterlistig. Denn während viele Verbraucher mittlerweile für sogenannte Phishing-Mails sensibilisiert sind, vermittelt ein Brief per Post auf den ersten Blick bei den meisten Seriosität. Zudem wirkt das Schreiben täuschend echt, denn sowohl Anschrift und Name als auch die angegebene E-Mail-Adresse infoxenergieverwaltung-Kuzniarski.de lassen nicht sofort auf einen Betrug schließen. Um bei den Betroffen noch mehr Glaubwürdigkeit zu erwecken, befinden sich auf dem Schreiben neben den Schlagworten wie „Energieverwaltung“ und „Beitragsservice Deutschland“ zudem ein gefälschtes Prüfzeichen des TÜV Rheinland. Die Nachfrage der Verbraucherzentrale Brandenburg beim TÜV Rheinland bestätigte allerdings, dass es sich bei der Kuzinarski Energieverwaltung um keine zertifizierte Firma handelt.

Weshalb ist die betrügerische Masche besonders arglistig?

Die Betrüger machen sich die Inflation in Deutschland zu Nutzen. Denn bereits seit Monaten bestimmen Themen wie die Energiekrise, Zuschüsse und die Energiepauschale die Nachrichten. Für viele Verbraucher scheint ein geschuldeter Energiekostenbeitrag daher nicht abwegig zu sein. Dieses Chaos wird von den Kriminellen ausgenutzt, um sich an arglosen Verbrauchern zu bereichern. Weiterhin verleitet der vergleichsweise geringe Betrag in Höhe von knapp 80 Euro vermutlich viele Betroffene dazu, der Zahlungsaufforderung einfach nachzukommen. Aufgrund der aktuellen Masche haben in Thüringen bereits mehrere Energieversorger reagiert und ihre Kunden aktiv davor gewarnt, der gefälschten Aufforderung nachzukommen.

Wie sollten sich betroffene Verbraucher verhalten?

Die Verbraucherzentralen warnen eindringlich davor, der Überweisungsaufforderung nachzukommen.

„Die Rechnungen sind frei erfunden“, betont Stefanie Kahnert, Juristin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Stattdessen sollten sich Betroffene direkt an die Polizei wenden und dort eine Strafanzeige erstatten. Aber auch die Verbraucherzentrale steht den Verbrauchern vor Ort, telefonisch oder per E-Mail zur Seite und berät diese.

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