Neuausrichtung von T-Com – Ankündigung von Pilotversuchen

Telekom

Im Vorfeld der Cebit in Hannover (10.-16.03.2004) kündigte Walter Raizner, Vorstand Deutsche Telekom T-Com, im Rahmen einer Pressekonferenz an, dass Unternehmen neu auszurichten zu wollen. Insbesondere das Thema Innovationen soll künftig noch weiter in den Vordergrund gerückt werden. Der erste Schritt sei mit der Einführung der neuen Festnetztarife seit dem 01. März 2004 bereits getan.

Als ergänzende Produkte sollen im Bereich der Versorgung mit DSL z.B. durch den Einsatz von Outdoor-DSL-Ams und die Erprobung der Wi-MAX-Technologien genutzt werden. Zudem will T-Com in einer deutschen Großstadt einen DSL-Piloten mit Übertragungsraten von bis zu 25 Mbit/s und ab Sommer den DSL-Anschluss mit einer Bandbreite von bis zu „T-DSL 6000“ anbieten.

Wenn dabei von traumhaften DSL-Geschwindigkeiten von bis zu 6000 kbits/s die Rede ist, müsse im Nachsatz eigentlich die Einschränkung erfolgen, dass diese nur in relativer Nähe zu der nächsten Vermittlungsstelle und bei einwandfreier Qualität des Kupferkabels möglich ist. Weiterhin offen blieb eine mögliche Aussage zu den rund 10% aller Telefonkunden in Deutschland, die in absehbarer Zeit nicht an das DSL-Netz angeschlossen werden können. Als Ursache dafür sind die zu große Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle, Glasfaser als Telefonkabel und einfach zu schlechte Qualität des Kupferkabel möglich.

Vor einigen Wochen überraschte der derzeit größte Konkurrent von T-Com, Arcor, in einigen Gebieten Versuche mit der WI-MAX Technologie zu starten, um Kunden in bisher unversorgten DSL-Gebieten einen DSL-Anschluss zu ermöglichen. Darauf konterte T-Com nun mit der Ankündigung des Starts eines ähnlichen Pilotprojektes in den Testgebiete Rheinbach und Siegburg voraussichtlich im Juni dieses Jahres.

Ebenfalls wird eine Verbesserung von Qualität und Service angestrebt. Die Anzahl der Produkte im Privatkundenbereich von T-Com soll drastisch verkleinert werden, von derzeit 300 Produkten auf weniger als 100. Zusätzlich sollen in einem Pilotversuch weitere Systeme getestet werden, mit denen die Qualität z.B. bei der Bereitstellung und Entstörung von Anschlüssen verbessert werden soll. „Auf längere Sicht haben wir uns vorgenommen, Anschlüsse innerhalb von zwei Arbeitstagen nach Bestellung frei zu schalten und mit unseren Kunden stundengenaue Termine zu vereinbaren“, so Raizner.

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